Augustfehn Mit 19 Jahren wurde er Berufsmusiker, inzwischen kann Lothar Voigt mehr als 5000 Titel auf Knopfdruck abrufen. „Ich mache noch echt handgemachte Musik“, sagt der Augustfehner und gebürtige Leeraner. Mittlerweile feiert Voigt sein 50. Bühnenjubiläum.

Angefangen hatte alles im Teenageralter: „Als 14-Jähriger wollte ich unbedingt in die Schülerband ,Starlights‘ an der Plytenbergschule in Leer. Ich spielte aber nur Mundharmonika“, sagt Voigt. 1964 bekam er dann zu Weihnachten von den Eltern eine Gitarre geschenkt. Dann habe er kräftig geübt und wurde Sänger bei den „Starlights“. „Ich wusste nicht, dass ich ein Talent habe“, so Voigt, der eigentlich Einzelhandelskaufmann und Dekorateur gelernt hat.

Freier Eintritt

Das Konzert findet an diesem Donnerstag, 30. April, in der Eisenhütte in Augustfehn, Stahlwerkstraße 17 b, um 21 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

„Meinen ersten öffentlichen Auftritt mit den ,Starlights‘ hatte ich am 30. April 1965 in Breinermoor bei Leer“, erinnert sich Voigt. Am 1. August 1969 wurde er Berufsmusiker und spielte dreimal wöchentlich zum Tanz im Augustfehner Hof. 1973 ging es mit der Band „Et-cetera“ weiter bis 1976. „Wir haben zweimal die Woche je fünf Stücke geübt. Das war richtig Arbeit. Wir waren brandaktuell.“ Denn die Leute wollten immer etwas Neues hören.

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Danach spielte er in Bands wie „Blizzards“, „Weekend“, „Tonekings“, „Beatniks“, „Triangel“ und weiteren. 1980 war er dann als Studiomusiker und „Talentspäher“ bei der Firma Hansa-Schallplatte in Berlin tätig. Dort lernte er auch Künstler wie Heinz Rudolf Kunze, Reinhard Mey und Volker Lechtenbrink kennen. Über Kontakte trat er dann bei der Rudi Carell-Show als Neil Daimond-Imitator auf. Auch eine eigene LP nahm Voigt 1981 mit Ralf Siegel in München auf.

Zudem ist Voigt seit 1993 als musikalischer Leiter sowohl beim Shantychor Augustfehn als auch beim Chor Color seit 15 Jahren tätig. Auch die Musik-Ecke in Leer habe er über 20 Jahre geführt.

„Seit einigen Jahren bin ich überwiegend alleine mit Gitarre und Keyboard und hin und wieder mit einer guten Sängerin unterwegs.“ Der Augustfehner tourt dabei häufig an der Küste, gibt aber auch Konzerte in Portugal, England, Holland. „Seit 1965 bin ich Sylvester nicht einmal zu Hause gewesen, sondern habe immer auf der Bühne gestanden.“ Im August wird der 65-Jährige Rentner – „aber kein Ruheständler“, wie er sagt.

Nun möchte der Musiker am 30. April zum Konzert in die Eisenhütte einladen, um mit Weggefährten Musik der 60er Jahre bis heute zum besten zu geben. Dabei wird er auch Künstler wie Herbert Grönemeyer, Neil Diamond oder Peter Maffay imitieren.

Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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