Wiefelstede Es wurde gefeiert, geschunkelt und getanzt. Über 300 Besucher vergnügten sich am Sonnabend beim Büttenabend des Karnevalsvereins Wiefelstede „Lachende Bütt“ 1998 in der Mensa des Schulzentrums Wiefelstede. Hexen, Pater, Sträflinge, Vampire und viele andere „Verkleidete“ tummelten sich im großen Saal und genossen die vielen tänzerischen Darbietungen und Wortbeiträge.

Jede Präsentation wurde vom Prinzenpaar Anita die Erste und Tim der Erste sowie dem Kinderprinzenpaar Charlotte die Erste und Levin der Erste mit einem dreifachen „Wiefelsteder Helau“ belohnt. Der „generationsübergreifende Büttenabend ist so gestaltet, dass er allen Spaß machen wird“, hatte Tim Lenger, Präsident des Karnevalsvereins und in diesem Jahr auch Prinz, angekündigt.

Wiefelstedes stellvertretende Bürgermeisterin Katharina Dierks lobte den farbenfroh geschmückten Veranstaltungsort und die vielen verkleideten Gäste. „Karnevalszeit ist Verkleidungszeit“, sagte sie. Dazu sei es „klug, von Zeit zu Zeit ein Narr zu sein“, was besonders in den Büttenreden zur Geltung käme.

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In die Bütt stieg wieder der örtliche CDU-Landtagsabgeordnete Jens Nacke, seit vielen Jahren Redner bei der Veranstaltung. Dieses Mal als Revolutionär Che Guevara verkleidet, zog Nacke bissig und spöttisch die aktuelle Politik durch den Kakao. Ein Thema waren auch die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, Pegida. Friesland könne sich daran allerdings nicht beteiligen, lästerte Nacke. Welche Bewegung wolle sich schon „Frigida“ nennen? Metjendorf könne auch nicht mitmachen. Bei Mettgida würde man eher an ein Treffen der Fleischerinnung denken.

Auch die rot-grüne Landesregierung kam nicht ungeschoren davon. Diese wolle ja jetzt im Rahmen des Landesraumordnungsprogramms aus Gründen des Torfschutzes die halbe Gemeinde Rastede fluten, scherzte Nacke. Es soll keiner sagen, Rot/Grün hätte nicht auch sein Gutes. Wenn man nämlich Rastede fluten wolle, müsse man vorher die Wesermarsch volllaufen lassen. Dann liege Rastede ja künftig am Wasser.

Humor bewies aber nicht nur der Landtagsabgeordnete: Mit Sketchen erheiterten die „Wiefelsteder Showgirls“ das Publikum. Die neun Frauen zeigten sich in diesem Jahr auch für die Organisation der größten Karnevalsveranstaltung im Ammerland zuständig. Das ganze Jahr über, so Daniela Lübke, liefen die Vorbereitungen. Auch die Tänze der verschiedenen Garden würden nach Ende der Karnevalszeit gleich wieder für das kommende Jahr einstudiert.

Die weiteste Anfahrt nahmen drei Paare auf sich, die am Freitag aus der Nähe von Würzburg angereist waren und sich am Sonntag wieder auf den Heimweg machten. Grund dafür war der Auftritt von Monika Dippolds Tochter als Tänzerin. Monika Dippold kommt aus dem Ammerland, wohnt aber mit ihrem Mann Werner jetzt in Unterfranken. Die beiden lobten ebenso wie das befreundete Ehepaar Wolfgang und Heidi Ramold die besondere Atmosphäre in Wiefelstede. „Toll ist, dass das Publikum bis zum Schluss mit einbezogen wird“, waren sich die Gäste einig und schwärmten von der ausgelassenen Stimmung, die bis in die Nacht hinein dauerte.

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