Rastede „Mit meinem Spiel möchte ich diesen Musikstil am Leben erhalten. Und ich glaube, das gelingt ganz gut.“ Jörg Hegemann aus Witten an der Ruhr gab sich nach dem Ende seines Konzerts am Sonnabend im Palais Rastede bescheiden, als die Sprache auf seine Musik kam. Der Boogie Woogie ist seine Herzensangelegenheit.

Während seines zweieinhalbstündigen Auftritts erlebten die Besucher im bis auf den letzten Platz gefüllten Veranstaltungsraum einen Pianisten, der seine Musik nicht nur liebt, sondern sie auch lebt. Die Stücke wurden mit einer Intensität und Leidenschaft gespielt und vorgetragen, dass kaum ein Gast auf seinem Stuhl ruhig sitzen bleiben konnte.

„Es ist fast schon Schwerstarbeit, die Jörg Hegemann am Piano verrichtet“, befand Enno Kramer vom Kunst- und Kulturkreis Rastede. Zusammen mit Hartmut Jacob gestaltet er die Reihe „Soiree im Palais“, in der seit 2010 verschiedene Künstler aus Musik und Comedy auftreten. Bereits 2013 begeisterte Jörg Hegemann als „Meister des Boogie Woogie“ das Publikum dermaßen, dass viele Mitglieder des Vereins darum baten, ihn für einen weiteren Auftritt zu engagieren.

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„Dieser tolle und intime Saal ist geradezu gemacht für ein solches Konzert“, lobte Hegemann den kleinen Raum im Palais Rastede. In dieser dichten Atmosphäre nahm er die 55 Zuhörer mit auf eine musikalische Reise in die 1930er Jahre. Erst 1928 hatte der Boogie Woogie seine eigene Bezeichnung erhalten, bis dahin fiel dieser Musikstil unter Blues.

Stücke von Boogie Woogie-Größen wie Albert Ammons, Meade Lux Lewis und Pete Johnson gab es an diesem Abend ebenso zu hören wie das Lied „Oh Lady be good“ aus dem gleichnamigen Musical von George Gershwin. Im Boogie Woogie finden sich Stilrichtungen aus Jazz, Swing und vor allem Blues wieder. So wurde Musik voller Lebensfreude, aber auch das eine oder andere musikalisch eher getragene Stück gespielt. Abgerundet wurde das hochklassige Konzert mit eigenen Kompositionen und neu arrangierten Melodien aus den 1920er und 1930er Jahren.

Die Zuhörer reagierten begeistert auf die Liedbeiträge des Pianisten. Bestimmte Spielpassagen wurden manches Mal schon fast frenetisch beklatscht, manche musikalischen Vorträge wurden am Ende mit Applaus begleitet. „Der Boogie Woogie hat den Blues zum Swingen gebracht“, führte der Künstler in einem seiner Redebeiträge aus.

Neben der musikalischen Demonstration dieser Musikrichtung informierte Hegemann auch über die Entstehung des Boogie Woogie; bereits als 14-Jährigen hatte Hegemann diese Musikrichtung fasziniert. „Als ich mit 19 Jahren ein Klavier kaufen konnte, war es um mich geschehen“, sagte der fast 50-jährige Musiker. Seit dem spielt er auf Bühnen im In- und Ausland und durfte selbst schon in den USA, der Wiege des Boogie Woogie, sein Können unter Beweis stellen.

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