Klein Scharrel Zwar ist das Gründungsdatum für die Bauerschaft Klein Scharrel der 29. September 1794, doch so ganz mag das nicht stimmen. Anfang September 1793 haben zwei Bewohner aus Jeddeloh den Antrag gestellt, eine Kötterei mit einer Schafzucht in dem Moorgebiet betreiben zu dürfen. Erst gut ein Jahr später erhielten sie die Erlaubnis dazu, wodurch Klein Scharrel seine erste Eintragung in den entsprechenden historischen Schriftstücken erhielt.

Diese Informationen und noch einiges mehr zur Entwicklung der Bauerschaft, in der heute über 1200 Bürger der Gemeinde Edewecht leben, erfuhren die zahlreichen Gäste in der voll besetzten Scheune von der Familie von Aschwege am Schafdamm in Klein Scharrel. Dort fand am Samstagnachmittag der offizielle Teil zum 225. Bestehen statt, wobei neben dem Chronisten und Historiker Professor Dr. Albrecht Eckhardt, der die Vergangenheit noch einmal aufleben ließ, verschiedene Ehrengäste in ihren Grußworten die Bedeutung dieser Teilgemeinde hervorhoben.

Der kleine Ort hatte sich für dieses besondere Ereignis auch besonders herausgeputzt. Der stellvertretende Bürgermeister von Edewecht, Dr. Hans Fittje, war von den vielen geschmückten Straßen angetan. „Jetzt erst weiß ich so richtig, wo die Grenzen der Bauerschaft verlaufen. Der Schmuck an den Straßen ist unglaublich beeindruckend. Und an fast jeder Straßenecke werden die Besucher mit Motiven überrascht, die man nicht erwartet.“ In seiner Rede machte er darauf aufmerksam, wie wichtig der Begriff „Heimat“ als vertrauter Ort, der ein Gefühl der Sicherheit gibt und wo jeder so sein kann, wie er möchte, ist. Gleichzeitig kann er aber auch ausgrenzen. „Dann betone ich meine Zugehörigkeit zu einem Ort oder einer Gruppe von Menschen im Gegensatz zu den ‚Anderen‘, die nicht dazu gehören.“

Die stellvertretende Landrätin Maria Bruns machte deutlich, dass „die Menschen in Klein Scharrel ihrer Umgebung eine Seele geben. Sie gestalten mit ganzem Herzen Heimat und leben diese Überzeugung mit viel Leidenschaft und Begeisterung aus.“ Dazu gehört auch, dass Neubürger schnell integriert werden und das Dorfleben mit seinen örtlichen Vereinen funktioniert. Die Vorsitzende des Ortsvereins Klein Scharrel, Paula Wachtmeester, konnte sich über so viel Lob und Zustimmung nur freuen.

Wie sehr das Dorfleben verfestigt ist, zeigte sich nicht nur an diesem Samstagnachmittag zur offiziellen Jubiläumsfeier. Die Scheune am Schafdamm war voller Menschen, wobei ein Großteil die dörfliche Bevölkerung ausmachte, wie der stellvertretender Vorsitzender Richard Sandmann ausführte. Der Ortsverein Klein Scharrel war nicht nur für den Festakt zuständig, sondern hatte auch weitere Höhepunkte für diese zweitägige Jubiläumsfeier organisiert. So fand am Freitag ein Rudelsingen statt, das die Teilnehmer so begeisterte, dass sie Lust auf mehr hatten. Die Scheunenfete bewies, dass Klein Scharreler verstehen, richtig zu feiern.

Mit der Party am Samstagabend klang die Jubiläumsfeier aus. Gerade der Zuspruch der Einwohner der Bauerschaft war für Paula Wachtmeester sehr wichtig und auch ein Gradmesser für die Arbeit des Ortsvereins.

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