Apen Begeistert packen die Jungen und Mädchen des Kindergartens Augustfehn I ihre Mitbringsel aus und stellen sie mit konzentrierter Miene auf den Tisch im Rathaus: Hier ein aus Korken gebastelter Baum, dort eine kleine Spielfigur, dann noch eine Schaukel. Schließlich wird ein schwarzes Tuch auf den Tisch gelegt: „Das symbolisiert die Hauptstraße in Apen“, erklärt Leiterin Jutta Jonen. Und jetzt kommt das, weshalb die Kinder ins Rathaus eingeladen wurden – ihre Vorstellung von der künftigen Kinderkrippe und der sie umgebenden Mauer. Diese soll die Einrichtung vom Straßenverkehr abschirmen. Kunterbunte beklebte und bemalte Elemente werden auf den Tisch gepackt.

Bunte Motive

„Interessant“, sagt Bürgermeister Matthias Huber und will mehr wissen. Wie die Kinder erklären, soll die Mauer schützen. „Aber durchgucken wollen wir auch. Da sind Löcher zum Raus- und Reingucken“, erklären sie und zeigen auf Aussparungen, die zwischen den bunten Motiven gut zu erkennen sind.

Genauso beeindruckt waren Huber und weitere Vertreter der Gemeinde bei der ungewöhnlichen Zusammenkunft vom Modell, das zuvor im Kindergarten in Apen entstanden war. Es ähnele stark der früheren Aper Burg, erklärten die Gemeindevertreter und waren begeistert vom gezackten Rand und den Nischen, in denen Bänke aufgestellt werden können. Auch hier hatten die Kinder Fenster eingeplant und diese mit Klappläden ausgestattet.

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Kompromiss

Ein Kompromiss zwischen beiden Vorschlägen wäre vermutlich ideal, erklärte Huber und will die kleinen Bauwerke im Rathauseingang für die Öffentlichkeit ausstellen. Auch die Planer vom beauftragten Architekturbüro freuten sich über die Impulse aus den Kindergärten: „Eine Mauer hat in der Regel etwas Trennendes und Bedrohliches. Diesen Eindruck müssen wir auflockern“, erläuterte Prof. Dr. Volker Droste. „Eine Mauer ist aber zwingend notwendig – aus Denkmalschutzgründen. Wir müssen auf einer festgelegten Baulinie bleiben. Wenn wir die Mauer nicht hätten, müsste der Kindergarten direkt an der Straße stehen. So haben wir aber die Mauer, dann die Freifläche und dahinter in optimaler Ausrichtung das Gebäude.“

Planungen laufen

Die Planungen für den Außenbereich laufen parallel weiter, während zurzeit die Vorbereitungen für den Neubau getroffen werden. Wie berichtet, kann die Gemeinde wegen des langen Winters den Eröffnungstermin zum Sommer nicht halten. Jetzt wird der Betrieb im Herbst aufgenommen.


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Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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