Kayhauserfeld „Den kenn ich doch!“, „Wann war das noch?“ „Ja genau, so sah das damals aus!“ Gesprächsstoff gab es am Sonntag im Dorfgemeinschaftshaus Kayhauserfeld jede Menge. Denn der Ortsbürgerverein hatte zu einer Fotoausstellung eingeladen und zeigte ein Dutzend Fotos aus den vergangenen 100 Jahren Dorfleben. Gedacht war das als Beitrag zum runden Bad-Jubiläum von Zwischenahn. Die Dauerausstellung soll fortan die Wände an der Feldlinie 23 schmücken und den heimatlichen Charakter unterstreichen.

„Wir sammeln schon seit Jahren Informationen und Fotos aus der Kayhauserfelder Geschichte für eine Chronik. Die Ausstellung ist eine Art Zwischenschritt. Da können wir schon mal etwas zeigen. Es gibt etliche, die sich für dieses Thema interessieren und mithelfen würden. Aber uns fehlt noch jemand, der einen Arbeitskreis leiten könnte, sich ums Organisatorische kümmert und die Chronik schreibt“, erzählte Vereinsvorsitzender Michael Cordes.

Tatsächlich ist Kayhauserfeld schon älter als 100 Jahre, wie der Vorsitzende herausgefunden hat. Ostfriesische Siedler hätten das großflächige Moorgebiet nach und nach erschlossen. „1825 wurden 14 Einwohner gezählt. 1892 wurden die ersten Kolonate an Siedler vergeben“, ergänzte der stellvertretende Bürgermeister Dr. Frank Martin bei der Ausstellungseröffnung. Das erste Kolonat wird einer Familie Janßen zugeschrieben. Von ihrem Haus gibt es noch ein historisches Foto.

1912 wurde eine Schule gegründet und 1972 sehr zum Unmut der Dorfgemeinschaft wieder geschlossen. Auch die Bahnstation wurde 1976 aufgegeben. Später siedelten sich mehrere große Gewerbebetriebe an. Trotzdem ist hier der dörfliche Charakter erhalten geblieben und darauf sind die 766 Einwohner stolz. „Hier gibt es noch Nachbarschaftshilfe, der Zusammenhalt ist groß“, lobte der stellvertretende Bürgermeister.

Das sieht auch der Vereinsvorsitzende so. Immerhin seien rund 270 Einwohner Mitglied im Ortsbürgerverein, und die angebotenen Aktivitäten würden sehr gut angenommen. Dazu gehörten beispielsweise das monatliche Dorffrühstück, bei dem es sogar Wartelisten gebe, sowie das Café 60 plus. Im vorigen Jahr wurde außerdem eine mit öffentlichen Geldern finanzierte Schutzhütte eingeweiht. Auch Jüngere und Neuhinzugezogene machen bei uns mit“, betonte Cordes. Kayhauserfeld werde zwar manchmal mit Kayhausen verwechselt, aber der Zusatz „-feld“ mache den kleinen, aber feinen Unterschied.

Der Ortsbürgerverein Kayhauserfeld freut sich über weitere Leihgaben oder Schenkungen von Fotos aus dem Dorfleben. Auch wer beim Verfassen der Chronik helfen möchte, kann sich unter Telefon   01 51/ 19 52 11  25 oder per Mail an michael@michaelcordes.de melden.

Spenden sind gerne gesehen, dafür können auch Bescheinigungen ausgegeben werden. Das Chronikprojekt wird aus dem Kulturförderfonds der Gemeinde Bad Zwischenahn sowie von der Firma Photo von Oven bezuschusst.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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