Edewecht /Osterscheps „Wir waren damals beim Schießen in Dänikhorst. Da trat auch die Jagdhornbläsergruppe Ammerland auf“, erinnert sich Gerd Meirose. „Das, was die können, können wir auch“, sagten sich einige Jäger aus Edewecht. Insgesamt sechs Männer fanden sich anschließend zusammen, um die Jagdhornbläsergruppe Edewecht zu gründen. Das war vor 50 Jahren.

Der 86-jährige Meirose ist heute nicht mehr aktiv dabei. „Mein Gebiss ist nicht mehr richtig in Ordnung. Das ist aber notwendig, um ein Jagdhorn spielen zu können.“ Von den sechs Gründungsmitgliedern sind mit Georg Frerichs und Günther Grambart zwei noch aktiv dabei. Bis jetzt treten die beiden Senioren mit den anderen fast 30 aktiven Frauen und Männern zu verschiedenen Anlässen noch auf.

Seit 50 Jahren ist auch Hans-Gerd Leffers ein begeisterter Jagdhornbläser. Die ersten fünf Jahre spielte er allerdings in Wilhelmshaven mit und wechselte vor 45 Jahren nach Edewecht. Hier trat er fast zeitgleich der Jagdhornbläsergruppe mit Walter Hinrichs bei, der ebenfalls seit 45 Jahren aktiv mitspielt. Mit 82 Jahren und 79 Jahren gehören die beiden ebenfalls zu den Älteren in der Gruppe, deren jüngsten Mitglieder Mitte 30 sind.

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Geändert, so die drei, hat sich in den letzten fünf Jahrzehnten eigentlich nichts. Die Instrumente sind gleich geblieben und natürlich auch die verschiedenen Signale. Eingesetzt werden Fürst-Pless-Hörner und Parforcehörner, die etwas länger sind und deshalb eine Oktave tiefer liegen. Die eigentlichen Töne werden durch eine Veränderung der Lippenspannungen erzeugt, wie Michaela Feichtinger erklärt, die seit dem August letzten Jahres die Jagdhornbläsergruppe Edewecht musikalisch leitet. Ein Jagdhorn zu blasen bedeutet schon etwas Können. „Zwar spielen unsere Mitglieder zum Teil nach Gehör und nicht wie die anderen nach Noten“, so Feichtinger. „Aber etwas Lippentraining und auch Training der Bauchmuskulatur ist schon wichtig.“

Michaela Feichtinger gehört zu denjenigen, die in der Jagdhornbläsergruppe aktiv sind, aber kein Mitglied im Hegering sind. „Es ist nicht unbedingt notwendig, auch Jäger zu sein. Es ist aber vom Vorteil, weil bei einer Jagdscheinprüfung auch verschiedene Jagdsignale erkannt werden müssen“, erzählt Sabine zu Jeddeloh, die Leiterin der Gruppe.

Interessenten und Neugierige sind natürlich immer gern willkommen. Die Anfänger treffen sich immer am Montag ab 19.30 Uhr in Nemeyers Gaststätte in Osterscheps. Hörner können dabei gestellt werden. Und wer dann dauerhaft mitmacht, wird sich schnell sein eigenes Horn anschaffen.

Gefeiert wird das 50-jährige Jubiläum nur im internen Kreis. Es wird ein Treffen mit den Mitgliedern und Familienangehörigen im Herbst stattfinden. Eine Feier mit offiziellen Empfängen wird es nicht geben.

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