Schuld-Konzepte hätten bei Krisen den Sinn, Menschen zu stabilisieren. Mit diesen Worten stimmte der Referent Jan Möllers, Kulturanthropologe, Bestatter und Trauerbegleiter aus Berlin, auf der 11. Oldenburger Hospiztagung die über 30 Teilnehmenden ein. Die Tagung fand unter Leitung von Pfarrerin Martina Rambusch-Nowak im Ev. Bildungshaus Rastede zum Thema „Schuld und Vergebung im Prozess der Trauer“ statt.

In einem Workshop von Jan Möllers ging es darum, Schuldvorwürfe nicht als „Störfaktoren“ zu missachten, sondern konstruktiv zu verstehen und zu begleiten. Pastorin Theka Röhrs, die als Seelsorgerin in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung tätig ist sowie Traumatherapeutin Dorothea Breger boten zum Umgang mit Schuldgedanken in der Trauer ebenfalls einen Workshop an.

Kreative Zugänge zum Thema zeigten am Nachmittag der Kunstpädagoge Karl-Ulrich Spieß und Uwe Fischer, Referent für Kulturelle Bildung der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg sowie Theaterpädagoge. Darüber hinaus konnten sich die Ehrenamtlichen durch einen Pilgerweg dem Thema Schuld und Trauer annähern.

„Trauerbegleitung und Hospizarbeit gehören zu den wesentlichen kirchlichen Aufgaben. Die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg unterstützt diese wichtige Arbeit durch die enge Kooperation des Referats Seelsorge mit dem Ev. Bildungshaus Rastede“, so Leiterin Martina Rambsuch-Nowak.

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