Metjendorf /Wildeshausen An einem Sommerabend vor 18 Jahren kämpft sich eine junge Frau mit Kniebandage durch die tanzende Menge, die den Wochenausklang in der Wildeshauser Fun Factory feiert. Wie jeden Sonnabend ist es voll. Sandra braucht eine kurze Pause. Einladend rutscht Heiko zur Seite. „Das war nicht nur Höflichkeit“, sagt er heute.

Sandra setzte sich in der Nacht des 31. August 1997 zu dem 28-Jährigen. Sie kamen ins Gespräch, lernten einander kennen. „Ich hatte gehofft, Sandra am nächsten Sonnabend wieder in der Fun Factory zu treffen“, erinnert sich Heiko Drost. Wie für viele andere junge Menschen gehörten die Partys am Sonnabend einfach dazu. „Ich war lange Zeit regelmäßig in der Fun“, so der gebürtige Delmenhorster. Auch sie sei oft in die Fun Factory gegangen, erzählt die 44-Jährige.

Vergeblich wartete Heiko am darauffolgenden Sonnabend, dass die junge Frau mit der Kniebandage auftauchte. „Ich habe aber ihre Freundin wiedererkannt und ihr meine Nummer für Sandra zugesteckt“, sagt Heiko Drost. „Ich lag damals im Krankenhaus wegen einer Mandel-OP“, erinnert sich die gebürtige Oldenburgerin. Überrascht und erfreut sei sie gewesen, dass sich der „Mann aus der Disco mit der Replay-Jeans“ meldete. Am 1. Oktober 1997 trafen sich die beiden wieder. „Von da an waren wir zusammen“, sagt Sandra Drost.

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Genau ein Jahr später zogen sie in Südmoslesfehn zusammen. „Wir sind auch noch einige Jahre in die Fun Factory gegangen“, sagt Heiko Drost. Aus dieser Zeit besitzen sie ein paar CDs, die in der Diskothek kostenlos verteilt wurden.

Am 1. Oktober 2003 gaben sich die beiden Discogänger das Ja-Wort. Tochter Lena kam am 5. Februar 2004 zur Welt. Dass „ihre“ Disco nun geschlossen ist, finden beide Metjendorfer schade: Am Sonnabend öffnete sie zum letzten Mal ihre Türen. Die Stimmung sei dort stets einmalig gut gewesen. „Wenn es noch eine Ü-40-Party geben würde, wären wir dabei“, sind sich die Drosts einig. Noch heute hören sie sich manchmal die Fun Factory-CDs an.

Sophie Schwarz Volontärin / NWZ-Redaktion
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