Fikensolt Ein Toter in einem Wald bei Fikensolt. Einige verdächtige Personen, Erpressung, eine Kommissarin aus Oldenburg, die sich mit den Einheimischen schwer tut und eine Jahrhundert alte Sage. Der Fikensolt-Krimi „Aberglaube“ von Erika Windeler kann mit einigen Klischees, aber auch überraschenden Wendungen aufwarten.

Es ist der erste Kriminalfilm, der hier gedreht wurde und in dem nur Laien auftreten, die meisten aus Fikensolt. Aber auch Einwohner aus Ocholt und Burgforde sind vertreten. 15 von ihnen haben etwas größere Rollen in dem 55-minütigen Streifen. Dazu kommen noch einige Statisten, die mit ihrer Anwesenheit eine Gaststätte füllen.

Beim Premierenabend in der Scheune im Jaspershof Fikensolt finden sich über 200 Neugierige ein, die zu dieser Vorstellung persönlich eingeladen wurden. „Wir hätten hier auch 250 Zuschauer haben können, der Raum gibt aber einfach nicht mehr her“, so Erika Windeler, die hier auch Regie führte. „Ich habe schon einige Filme gedreht, doch im Krimimetier war ich noch nicht.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Der Gedanke, einen Kriminalfilm zu drehen, entsprang bei einem Stammtisch der Dorfgemeinschaft Fikensolt. Deren Vorsitzender Jürgen Hinrichs, der Georg von Bödeken spielt, stimmte dieser Schnapsidee wie die anderen Stammtischgäste auch sofort zu.

Im Frühjahr dieses Jahres machte sich eine Gruppe um Erika Windeler, die das entsprechende Drehbuch dazu schrieb, an die Arbeit. Glück hatten die Akteure in diesem Jahr mit dem warmen und trockenen Sommer. Da es viele Außenszenen in diesem Film gibt, konnte ohne große Verzögerungen gearbeitet werden.

„Natürlich mussten Szenen auch wieder neu gedreht werden. In einer Küchenszene ist uns erst nach der Betrachtung aufgefallen, dass die Uhr eine falsche Zeit anzeigte“, erinnert sich Hilke Hinrichs an ein kleines Missgeschick. Die Szene musste natürlich neu gedreht werden. In einem „making of“, das am Ende des Films gezeigt wurde, sind noch mehrere Szenen zu sehen, „die lustig sind, es aber nicht unbedingt verdient hatten, in den Film zu kommen“, erzählt Volker Pickrun, der den Dorfpolizisten spielt.

Eine besondere Rolle füllt in diesem Streifen Matthias Poppen aus, der die Leiche Jan von Bödeken spielt. „Weil ich ja am Anfang sterbe und ich so mit dem Dreh ziemlich schnell fertig sein würde, wurden noch einige Rückblenden eingestreut. Die Szene, wo ich als Leiche in der Kuhle liege, alles mit Flatterband abgesperrt war und dazu ein Leichenwagen in der Nähe stand, sah für viele Fußgänger und Jogger doch so realistisch aus, dass wir sie erst aufklären mussten, dass hier ein Film gedreht wird“, lässt der gelernte Notfallsanitäter einige Szenen noch einmal aufleben.

Die Darsteller dürften nach dem erfolgreichen Film, der beim Publikum sehr gut ankam und manches Mal auch spontanen Applaus hervorrief, künftig wohl des Öfteren auf ihre filmischen Auftritte angesprochen werden. Sehr emotional sei dieses Projekt gewesen, das erst kurz weniger Tage vor der Präsentation abgeschlossen wurde. Am letzten Tag wurde noch eine Szene nachbearbeitet.

Mit dabei sind auch Darinka Martens, Frauke Grüßing, Kim und Ursel Kapahnke, Christoph Janßen, Harald Goergens, Anna Lammert, Hanno Hinrichs, Marion Janßen, Markus und Melanie Schneider sowie Waltraud von Garrel, die Sprechrollen in diesem Film haben.

„Aberglaube“ wird übrigens erst wieder im neuen Jahr zu sehen sein. Dann sind einige Aufführungen im Westersteder Jaspershof geplant. Wer allerdings nicht so lange warten möchte, kann sich schon jetzt die DvD für 10 Euro bei der Dorfgemeinschaft kaufen, Telefon   0  44 88/3414.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.