Rastede Seit mittlerweile zehn Jahren gibt es die Awo-Beratungsstelle für Freiwilligendienste – zunächst mit einem Standort in Oldenburg, anschließend in Rastede. Anlässlich dieses Geburtstages hatte das Beratungsteam um Abteilungsleiterin Anne Brandt am Freitagvormittag zu einer gemeinsamen Feier im Kompetenzzentrum an der Mühlenstraße eingeladen.

Flüchtlinge angenommen

„Wir sind vor zehn Jahren mit 43 jungen Menschen im Freiwilligen sozialen Jahr gestartet, dabei hatte ich eine Teilzeitkraft an meiner Seite“, berichtete Brandt. Mittlerweile aber umfasse ihr Team gut 20 Personen und kümmere sich um die Vermittlung, die pädagogische Begleitung und Beratung von rund 480 FSJlern und 170 Bundesfreiwilligendienstleistenden. Von der Bereitschaft der Freiwilligen, sich in sozialen Einrichtungen zu engagieren, profitiere die Gesellschaft dabei meist auch langfristig: Immerhin entschieden sich gut zwei Drittel der Teilnehmer später für einen sozialen Beruf.

Die Arbeit in der Beratungsstelle für Freiwilligendienste sei stets von Veränderungen geprägt, referierte Brandt weiter in ihrer Begrüßungsrede. Erst jüngst habe man sich dazu entschlossen, auch Flüchtlingen den Freiwilligendienst bei der Awo zu ermöglichen. „Wir haben 36 BFDler mit so genanntem Fluchthintergrund, davon 23 mit Fluchterfahrung“, so die Abteilungsleiterin. Für sie bedeute der Freiwilligendienst einen ersten Kontakt mit dem deutschen Arbeitsmarkt und erleichtere ihre Integration.

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Ältester Freiwilliger dabei

Dass auch das Alter beim Freiwilligendienst keine Rolle spielt, bewies Heinke Peters, der im Alter von 65 Jahren einen Dienst im kulturellen Bereich in der Klosterstätte Ihlow ableistet. Mittlerweile gelte er als „ältester BFDler Deutschlands“, berichtete der Rentner lachend. Dadurch sei er bereits zu regionaler Bekanntheit gelangt. Der Freiwilligendienst an der Klosterstätte sei sehr vielfältig gewesen und habe ihn viele Menschen kennenlernen lassen. „Vielleicht bin ich in fünf Jahren wieder dabei“, zeigte er sich begeistert.

Neben Heinke Peters waren am Freitag auch Harald Groth, Vorsitzender des Awo-Bezirksverbandes Weser-Ems, und Thomas Elsner, Verbandsgeschäftsführer des Bezirksverbandes zu Gast. Zur Feier des Zehnjährigen hatte Anne Brandt zudem eine Besonderheit organisiert: Die ehemalige FSJlerin Melina Röben begeisterte die Gäste im Kompetenzzentrum mit Gesang und Gitarrenmusik.

Und auch für die Zukunft der Beratungsstelle gab es rosige Aussichten: „Wir haben 1000 Ideen für die Fortführung unserer Arbeit“, verriet Brandt.

Désirée Senft Volontärin / NWZ-Redaktion
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