Bad Zwischenahn „Wer bei seinem Sound nicht tanzt, ist selber schuld“, hieß es oftmals, wenn Jürgen Mauritschkat, besser bekannt als „Mauri“, mit seiner „Hitkiste“ ein musikalisches Feuerwerk aus allen Boxen abbrannte und dabei stets ein offenes Ohr für die Wünsche der Gäste hatte.

„Mauri“, der jetzt angekündigt hat, die „Hitkiste“ zu schließen, war einer der ersten DJ’s im Ammerland. Seine musikalische Karriere begann eher zufällig: In der damaligen „Pfeffermühle“ in Bad Zwischenahn richtete er eine Musikanlage ein und wurde vom Wirt Günter Kindling gebeten, als „Kenner“ die Anlage auch gleich zu bedienen.

Seine Musikauswahl und sein Unterhaltungstalent kamen schon damals gut an beim Publikum – und so sollte er kurz danach zur ersten Bad Zwischenahner Woche im Jahre 1976 im Pfeffermühlen-Zelt als Disc-Jockey die Gäste unterhalten. Die erste große Feuerprobe lief bestens. Bald war es Kult, sich bei „Mauri und seiner Hitkiste“ zu treffen.

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Das Geheimnis seines Erfolgs ist das jedes guten DJ’s: Er muss sich in sein Publikum einfühlen, erkennen, welche Altersgruppen da sind und darauf eine Mischung starteten, nach der sich alle gerne bewegen, tanzen oder auch mitschunkeln. „Wenn dann die Leute auf der Tanzfläche sind, muss man die die richtigen Sounds nachlegen, damit keine Pausen entstehen“, weiß „Mauri“. Denn schließlich wollte er immer das, was jeder DJ will: „Die Leute sollen ihren Spaß haben!“

So gestaltete er musikalische Feste mit Stargästen wie Andrea Berg, Mary Roos, Jürgen Drews, DJ Ötzi oder auch Klaus & Klaus. Zum Silvesterball im „Seehotel Fährhaus“ sorgte er über 30 Jahre für volle Tanzflächen und Partystimmung. Seine Auftritte mit Musik aller Stilrichtungen und Musikepochen machten ihn so bekannt, dass er in fast ganz Niedersachsen gebucht wurde.

So holte ihn Fernsehmoderator Lutz Ackermann zum Tennisclubfest an den Maschsee in Hannover. Beim Oldenburger Kramermarkt war er über zehn Jahre im „Friesenzelt“ der musikalische Entertainer. Auch wurde er vor etwa 15 Jahren aufgefordert, zum Stiftungsfest des VfL Gummersbach die musikalische Unterhaltung zu übernehmen, und Sänger Tony Marschall engagierte ihn sogar nach Baden-Baden. Sein entferntester Auftritt war im bayerischen Rosenheim.

Eine ernsthafte Erkrankung führte jetzt dazu, dass „Mauri“ seine Hitkiste dauerhaft schließt. „Meine Lebensfreude nimmt mir das aber nicht“, sagt er.

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