Delfshausen Es ist wie im richtigen Leben: Ist die Katze erst aus dem Haus, „danzen de Müs op de Disch“. Oder, wie es bei der Premiere der Speelkoppel des Heimatvereins Südbäke auf der Bühne im „Dörpskroog Delfshausen“ auch heißt: „Endlich sünd de Wiever weg“. Die Landfrauen wollen nämlich allesamt zum „König der Löwen“ nach Hamburg, „wat en Musical und keen Circus is“, wie Renate Holzer (Elke Büsing) ihrem Mann erklären muss.

Ein größeres Problem für sie ist aber die Angst, ihr Bernd (Jochen Lübs) könnte sich mit seinen Kumpels Jan Engel (Thorsten Duvenhorst) und Karl Brezel (Renke Duvenhorst) zuviel Bier und Schnaps genehmigen. Das soll Sohn Simon (Henning Pieper) verhindern. Der sträubt sich zwar, lässt sich mit der Aussicht auf ein entsprechendes Honorar aber überzeugen: „Keen Geld, keen Papa-sitting“. Und so erleben rund 180 Besucher, was die Herren der Schöpfung planen, während die Damen sich nach Hamburg begeben, um sich dem „König der Löwen“ hinzugeben.

Nun, der zweite Akt lässt schnell wittern, wohin die Reise geht: Mit Hilfe von Simon, natürlich nur gegen Honorar, wird im Internet für den Abend eine Stripteasetänzerin gesucht. Tischler Holzer will aber keine „Table-Dancerin“, weil er befürchtet, dass sein Tisch zerkratzt wird. Schnell wird Simon fündig, bucht per Mouseklicks und streicht seine Belohnung ein.

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Tante Rita (Elke Westerholt-Bloy), die auch für die Einhaltung guter Sitten von Renate Holzer engagiert ist, und Therese (Marianne Hinkelmann), Schwester des Pastors (Sven Person), schon von Amts wegen für die Moral zuständig, kommen dahinter und sagen den „Swienkram“ wieder ab. Nun überlegen Simon und seine Freundin Irmi (Christiane Becker), welchen Ersatz man den drei Herren für den Abend anbieten kann, denn schließlich hat Simon eine Leistung versprochen.

Und dann kommt es zu „tumultartige Szenen“ im Saal des ehrenwerten „Dörpskroog“: 180 Menschen, applaudieren, grölen, pfeifen und stampfen mit den Füßen, als die mehr oder weniger schlanken Fesseln der Striptänzerin, alias Simon, eingehüllt in bunte „Fußkettchen“ im Türspalt auftauschen. Und als weitere teilweise entblößte Körperteile bedeckt mit Baströckchen, halben Kokosnüssen (wo?) und „Zuckerpuppenschleier“ folgen, ist der Saal nicht mehr zu halten. Es gibt wohl kaum ein Auge, das trocken bleibt.

Ein Meisterstück des Plattdeutschen Theaters wird an diesem Abend gezeigt. In einer ausgewählten Kulisse, mit der Liebe zum Detail von Rolf Oltmanns gestaltet, und professionell unterstützt von der Topustersche Karin Haas wird hohe Laien-Schauspielkunst gezeigt. Wer wissen will, wie das Stück ausgeht, hat dazu noch am Dienstag, 15., und Freitag, 18. März, jeweils um 20 Uhr Gelegenheit.

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