Bokel Ein kleines Jubiläum feierte am Wochenende der „Bokeler Abend“ im Gesellschaftshaus Martens in Bokel. Bereits zum 15. Mal hatte der Männergesangverein (MGV) „Frohsinn“ Bokel zu diesem Vereinsfest eingeladen – und wieder war der Saal sowohl am Samstagabend als auch am Sonntagnachmittag bestens gefüllt.

Die Zuschauer erlebten dabei einige Premieren. So waren zum ersten Mal die Tanzmäuse sowie die Mini- und Jugendgarde des Karnevalsvereins „Lachende Bütt“ aus Wiefelstede dabei und gaben vor den begeisterten Besuchern mit ihren Darbietungen einen kleinen Vorgeschmack auf die anstehende Karnevalssaison. „Die hier gezeigten Tänze waren noch Teil unseres alten Programms. Da die neue Saison für uns gerade erst angefangen hat, sind wir nun dabei, neue Inhalte zu erlernen, die dann bei unserem kommenden Karnevalsabend am 19. Januar präsentiert werden“, erklärte Anja Wessels, Trainerin der drei Gruppen. „Wir hatten nachgefragt, ob die Gruppen hier auftreten können, wobei die Verantwortlichen der ‚Lachenden Bütt‘ sofort zugesagt hatten“, ergänzte Dieter Buschmann, Leiter des MGV „Frohsinn“ Bokel.

Aschenbrödel in eigenwilliger Form

Ganz neu war auch das „Märchensextett“, das den Zuschauern das Stück von Aschenbrödel vorspielte, wenn auch in einer sehr eigenwilligen Form. „Wir hatten das Stück auf einer Kreuzfahrt gesehen und uns gesagt, das machen wir auch“, erinnerte sich Willy Peper aus Bokel. Zusammen mit seiner Frau Monika Peper, Enno und Edeltraud Kruse, Irmgard Friedrichs und Ingrid Vogt feierte dieses Stück am Wochenende nun seine Premiere. Ob das „Märchensextett“ auch im nächsten Jahr wieder auftritt, konnte Peper nicht sagen.

Vielleicht erlebt diese Gruppe einen ähnlichen Erfolg wie das Schnulzensextett, das sich im letzten Jahr zum ersten Mal einem Publikum präsentierte. „Danach hatten wir so viele Anfragen, dass wir, wenn dieses Jahr endet, insgesamt 16 Auftritte gehabt haben werden“, erzählte Jutta Klages, eine der beiden Sängerinnen. Auch an diesem Wochenende machte die Gruppe ihren Namen alle Ehre und unterhielt die Gäste mit Schlagern aus den 50er und 60er Jahren, ausgestattet mit viel Herz- und Weltschmerz. Das Repertoire des Sextetts ist bereits auf über 30 Lieder angewachsen, sechs davon wurden an diesem Wochenende präsentiert, wobei das damalige italienische Lebensgefühl in den Vorträgen überwog.

Musik vom Amboss

Zum Ende des Programms war besonders Dieter Buschmann gefordert. Er trat nicht nur als Leiter der Feierabendmusikanten auf, mit denen er wieder beste Laune im Publikum verbreitete, sondern bewies zusammen mit Dieter Schnittger, dass auch ein Amboss als Musikinstrument herhalten kann. Dabei kam er ebenso ins Schwitzen wie bei den Turn- und Kraftübungen, mit denen der MGV „Frohsinn“ den „Bokeler Abend“ ausklingen ließ.

Verkleidet als Sportler der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zeigten die Herren, zu welchen Leistungen sie noch imstande sind. Die Zuschauer hatten daran offensichtlich ihren Spaß und bedankten sich für einen gut dreistündigen Unterhaltungsabend mit lang anhaltendem Applaus.

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