Ofen Ob es nun wirklich eine Million Lego-Steine sind, wie es heißt, oder doch ein paar weniger, weiß auch Knut Ahlborn nicht genau. Auch wenn der frühere Pastor aus Hagen (NRW), der heute für eine Kinderevangelisationsbewegung arbeitet, all das bunte Baumaterial nach Ofen gebracht hat. Viel wichtiger als Zahlen es sind, ist ihm nämlich, dass möglichst viele Kinder an der Stadt mitbauen und durch ihre Arbeit erfahren, „dass es kein Drama ist, Fehler zu machen, höchstens, so zu tun, als wenn sie nicht da sind“. Und, so ergänzt Ahlborn, „dass die Kinder erfahren, wie sie ihr Lebenshaus bauen – mit Gott zusammen“.

Deshalb ist auch die reine Bauphase in zwei Räumen des Gemeindehauses nicht der einzige Teil des Projektes „Wir bauen eine Stadt“. Auch wenn die Mädchen und (vor allem) Jungen kaum zu einer Pause zu bewegen sind. In dieser gibt es neben einer Stärkung auch filmische Geschichten – mit biblischem Inhalt und Figuren aus Lego. Aus einem Projekt dieser Art, das in den 1980er Jahren seinen Ursprung hatte, seien mittlerweile bundesweit mehr als 25 geworden, erzählt Ahlborn.

Veranstalter der Aktion sind die Kirchengemeinde Ofen und der Evangelische Kreisjugenddienst Oldenburg-Stadt. Namentlich sind dies die Kreisjugenddiakone Katharina Schneider und Martin Klimaschewski, Praktikantin Kea Osterthun, Pastor Jann Weinrich und der Jugendpfleger aus Ofen, Markus Kohring. Unterstützt werden sie von zahlreichen ehrenamtlichen Teamern.

Diesen Sonnabend sind vormittags noch weitere 40 junge Baumeister im Alter von acht bis zwölf Jahren an der Reihe, bevor am Nachmittag 20 Kinder mit einem Elternteil an der Stadt weiterbauen werden. „Vor allem die Väter freuen sich schon riesig“, verrät Katharina Schneider schmunzelnd. Wie die 80 Kinder Donnerstag und Freitag, können auch die Familien wählen zwischen konkreten Projekten – entstanden sind unter anderem schon ein Stadion und ein Flugplatz – und dem freien Bauen. Ein besonderer Aspekt der Lego-Bau-Tage sei auch, dass die kirchliche Jugendarbeit dadurch an Jungen herankommen, so Schneider. Die seien in den kreativen Freizeitangeboten oft weniger stark vertreten.

Vorgestellt wird die fertige Stadt, an der dann mehr als 160 Menschen von Jung bis Alt mitgebaut haben werden, am Sonntag im Anschluss an einen Familiengottesdienst, der um 10 Uhr in der Kirche zu Ofen beginnt.

Und dann beginnt für die Organisatoren und Helfer die Arbeit erst so richtig: Die Häuser müssen „abgerissen“ werden, die Steine farblich und nach Größe sortiert. Nach rund drei Stunden soll der Rückbau der Stadt erledigt sein, hofft Ahlborn – dank 30 bis 35 Helfern.


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Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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