Bad Zwischenahn Nach Cannes kommt jetzt Los Angeles – erst Beverly Hills und dann vielleicht auch noch Hollywood: Der libanesische Film „Capernaum“ bei dem der Bad Zwischenahner Konstantin Bock für den Schnitt verantwortlich war, ist bei den Golden Globes als bester fremdsprachiger Film nominiert. Für die Oscar-Verleihung ist der Film ebenfalls im Rennen – er steht auf der sogenannten Shortlist. Beim Filmfest in Cannes hatte das Werk der Regisseurin Nadine Labaki bereits den Preis der Jury gewonnen.

Die Geschichte des Films: Zain ist gerade einmal zwölf Jahre alt. Zumindest wird er auf dieses Alter geschätzt. Der Junge hat keine Papiere und die Familie weiß auch nicht mehr genau, wann er geboren wurde. Nun steht er vor Gericht und verklagt seine Eltern, weil sie ihn auf die Welt gebracht haben, obwohl sie sich nicht um ihn kümmern können. Dem Richter schildert er seine Geschichte: Was passierte, nachdem er von zu Hause weggelaufen ist und bei einer jungen Mutter aus Äthiopien Unterschlupf fand und wie es dazu kam, dass er sich mit ihrem Baby mittellos und allein durch die Slums von Beirut kämpfen musste. Ein Kind klagt seine Eltern an und mit ihnen eine ganze Gesellschaft, die solche Geschichten zulässt.

Die libanesische Regisseurin setzte konsequent auf junge Filmemacher und Laiendarsteller. Für den jungen Zwischenahner Bock, der mittlerweile in Berlin und Beirut lebt, war es der erste Langfilm überhaupt, den er geschnitten hatte.

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Das Konzept ging offensichtlich auf. Am kommenden Wochenende, am 6. Januar, werden im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills die Golden Globes verliehen – allerdings werden Bock und die Filmemacher aus dem Libanon dann nicht dabei sein. Anders wird das, wenn es der Film tatsächlich über die Oscar-Shortlist hinaus schaffen sollte. „Den Flug für Ende Februar haben wir schon mal gebucht“, schreibt Bock aus Beirut. „Wir sind optimistisch für die Oscar-Nominierung.“ Genau wissen er und seine Kollegen das aber erst am 22. Januar. Dann werden aus den neun Filmen auf der „Shortlist“ die fünf ausgewählt, die tatsächlich ins Oscar-Rennen um den Titel „Bester fremdsprachiger Film“ gehen.

In Deutschland hat der Film am 17. Januar seine Premiere, in Oldenburg soll er dann in der Reihe Oldenburger Premieren im CineK in der Kulturetage zu sehen sein.


     www.capernaum.de 
Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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