Bad Zwischenahn Für den Verein Bad Zwischenahner Woche, ist die Arbeit noch nicht beendet: Während der Vorsitzende Reinhard Flohr am Montagmorgen schon beim Abbau auf dem Marktplatz war, hatte seine Frau Karin mit der Abrechnung der 44. Bad Zwischenahner Woche begonnen. Am Nachmittag stand die Ziehung der verbliebenen Gewinnzahlen der großen Tombola an. Zwischendurch blieb Zeit für ein Fazit. Natürlich stand Flohr noch unter dem Eindruck des großen Festumzuges und der Siegerehrung am Sonntagabend: „Ich glaube, der neue Start beim Spieker hat sich bewährt.“ Auch der Umzug selbst sei dann gut abgelaufen, meint Flohr. „Im vergangenen Jahr hatten wir 35 000 bis 40 000 Besucher geschätzt, in diesem Jahr waren es eher mehr.“

Auch mit dem Musikprogramm war Flohr – mit einigen Abstrichen – zufrieden. Ob es allerdings auch im kommenden Jahr gelingt, Bands wie United Four oder das Free Steps Orchestra auf die Bühne zu holen, ist nicht gewiss. „Wir können das finanziell alleine nicht stemmen“, sagt Flohr. In diesem Jahr hatte der Verein im Rahmen des Jubiläums 100 Jahre Bad einen Zuschuss erhalten.

Viele Höhepunkte

Flohrs persönliche Höhepunkte, neben dem Umzug: „Immer wieder bemerkenswert sind die Auftritte von JZ United aus dem Jugendzentrum. Erst waren die Gruppen am Samstag auf der Bühne, alle in unterschiedlichen Kostümen, dann am Sonntag noch einmal mit dem gemeinsamen Motto „20er-Jahre“ beim Umzug.“ Auch den Auftritt der GPS-Werkstattband „Keine halben Sachen“ aus Westerscheps am Donnerstag und den darauf folgenden Besuch in Bad Zwischenahn hat Flohr in guter Erinnerung: „Wir haben gezeigt, dass die Zwischenahner Woche ein Fest für alle ist, auch für Menschen mit Behinderungen.“

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Bereits in der kommenden Woche wird sich der Verein zu einer ausführlichen Nachlese treffen. Dabei wird es auch um kritische Punkte gehen. Unter anderem Klagen über Mängel bei den Toiletten will der Verein dann besprechen. Kritisiert wurden auch in diesem Jahr wieder Lücken zwischen den Ständen entlang der „Meile“. Viele Geschäftsleute hätten den Platz vor ihren Geschäften selbst reserviert, so Flohr. „An vielen Stellen haben sie dann für den Umzug am Sonntag Tische und Bänke aufgestellt. Das ist einerseits natürlich gut für die Umzugs-Zuschauer, andererseits entstehen so die Lücken, die besonders am Samstag aufgefallen sind.“

Abschlusseffekt fehlt

Auch mit dem Schlusspunkt der Woche, dem Feuerwerk am Sonntagabend war Flohr glücklich. „Es gab viele Zuschauer und das Feuerwerk war toll“, fasst er zusammen. Aufmerksame Beobachter hatten allerdings den versprochenen Höhepunkt des Feuerwerks vermisst – eine handgefertigte italienische Bombe, die 300 Meter hoch steigen sollte. Pyrotechniker Hartmut Ahlers hatte sich davon viel versprochen. „Leider wurde die Bombe versehentlich nicht am Ende des Feuerwerks gezündet, sondern relativ am Anfang“, sagte er am Montag. Zudem habe die Bombe die versprochene Steighöhe nicht erreicht und sei auch optisch nicht so schön wie versprochen gewesen, so Ahlers.

Den meisten Zuschauern im Ufergarten war der fehlende Höhepunkt aber gar nicht aufgefallen – kein Wunder bei mehr 425 Bomben, die insgesamt den Himmel erleuchteten. Abgeschossen wurden sie von zwei Stahl-Pontons, die in 250 Meter Entfernung vom Ufer auf dem Meer verankert wurden. „Nach einem vorher festgelegten Programm wurde jeder Effekt einzeln elektronisch gezündet“, erklärt Ahlers. Vier seiner Mitarbeiter waren am Samstag und Sonntag mit dem Aufbau des Feuerwerks beschäftigt, Boote der DLRG brachten sie am Sonntagabend an ihren Platz und holten sie nach dem Feuerwerk auch wieder ab.

Auch die Polizei zeigte sich mit dem Verlauf der Woche zufrieden. Es habe lediglich eine geringe Zahl typischer Straftaten gegeben, vorwiegend kleinere Sachbeschädigungen. Eher wenig zu tun hatten auch die ehrenamtlichen Helfer der DRK-Bereitschaft, die wieder im Hof hinter dem Rathaus einen Stützpunkt aufgebaut hatten. Hier wurden Blessuren von Festbesuchern versorgt, außerdem unterstützten die Ehrenamtlichen den Rettungsdienst im Ort.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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