Nethen An dem Open-Air-Festival „Oldenbora“, das am Pfingstsonntag, 19. Mai, im Beachclub Nethen gefeiert werden soll, entzündet sich einiger Ärger. Bei einem Informationsabend am Montag, zu dem die Veranstalter eingeladen hatten, sollte dieser nun ausgeräumt werden.

Zweites Mal in Nethen

Wie berichtet, regt sich unter den Nachbarn, die in der Nähe des Veranstaltungsortes leben, Widerstand gegen die Musikveranstaltung. Zu schlimm sind die Erinnerung ans vergangene Jahr, als die „Oldenbora“ zum ersten Mal im Beachclub stattgefunden hatte. Lärm bis in den frühen Morgen, Müll in Gärten und alkoholisierte Festival-Besucher, die randalieren – das bereitet den Anwohnern Sorgen.

Die Veranstalter des Elek­tro-Festivals waren am Montagabend deshalb sichtlich darum bemüht, die Wogen zu glätten, dennoch war die Stimmung im Dorfgemeinschaftshaus in Nethen mitunter aufgeheizt. „Es ist unser großer Wunsch, dass die Probleme des vergangenen Jahres gelöst werden, am besten mit Ihnen gemeinsam. Wir wissen auch, dass wir jetzt in der Pflicht stehen“, sagte Oldenbora-Geschäftsführer Nico Winter den Anwesenden. Gemeinsam mit seinen Kollegen Florian Zängler und Dominik Bader erläuterte Winter das neue Sicherheits- und Verkehrskonzept der Veranstaltung.

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Wichtigste Änderung: Als Reaktion auf die Beschwerden der Nachbarn beim Landkreis haben die Organisatoren nun einen geänderten Antrag beim Bauamt eingereicht, der das Festival auf den Tag beschränkt. Soll heißen: Gefeiert werden kann in Nethen in diesem Jahr von 10 bis 22 Uhr, danach ist Schluss. Besonders die Lärmbelästigung der Anwohner soll so in der Nacht verhindert werden. Die befürchten jedoch, dass verärgerte Besucher, die an eine längere Party gewöhnt sind, in der Nacht in alkoholisiertem Zustand randalieren.

Genehmigung in Kürze

Die Organisatoren versuchten zu beruhigen: Man habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Deshalb solle in diesem Jahr 200 Sicherheitsleute das Gelände sichern und auch an den Straßen Kreyenstraße, Hirtenweg und Bekhauser Esch präsent sein. Tagsüber werde es zudem eine Einbahnstraßenregelung zur Anfahrt geben, so dass das Verkehrsaufkommen vor Ort besser kontrolliert werden könne.

Nach dem Ende des Festivals würden dann Shuttlebusse eingesetzt, die die Besucher nach Oldenburg bringen sollen. „Wir haben noch keine Erfahrungswerte, aber wir hoffen, dass bis 23 Uhr alle Busse voll besetzt abgefahren sind“, sagte Florian Zängler. Um den Feiernden eine Alternative zur verkürzten Strandparty zu bieten, werde zudem in Oldenburg in zehn Clubs weitergefeiert.

Beim Landkreis hieß es am Dienstag, dass die Veranstaltung zwar noch nicht endgültig genehmigt sei, dass damit aber in Kürze zu rechnen sei. „Die Stellungnahmen der Gemeinde, der Straßenmeisterei und der Polizei sind positiv, deshalb bereiten wir die Genehmigung jetzt vor“, sagte Kreisverwaltungsdirektor Dr. Thomas Jürgens.

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