WESTERSTEDE WESTERSTEDE - „He kummt to laat as de Brut van Fikensolt“ gilt im Ammerland als geflügeltes Wort. Der Sage nach war die Braut am Hochzeitstag zu spät gekommen – ihr Auserwählter war vergiftet worden. Die Phantasie angeheizt hatte ein Gemälde, das bis 1982 im Schlösschen Fikensolt hing und jetzt wieder nach Westerstede zurückgekehrt ist. Im Auftrag der Oldenburgischen Landschaft und der Stiftung für Kunst und Kultur in der Stadt Westerstede hatte es die Oldenburgerin Anja Rauch rund drei Jahre lang restauriert. Vom gelungenen Ergebnis konnten sich gestern die zahlreichen Gäste einer Feierstunde im Gymnasium überzeugen. Gleichzeitig stellte Kunsthistorikerin Dr. Silke Köhn (Düsseldorf) ihre Expertise vor, in der sie sich mit der Herkunft des Gemäldes und der abgebildeten Adligen beschäftigt hatte.

„Ein bisschen habe ich die Legende demontiert“, sagte Köhn. Das Leben der dargestellten Charlotte Amélie de la Tremoille sei jedoch nicht minder spannend, gab sie zu bedenken. Vieles bleibe nach wie vor rätselhaft..

Die mühselige Arbeit der Restauratorin rückte Jörg Michael Henneberg, stellvertretender Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft, in den Blickpunkt. Das Bild sei in einem desolaten Zustand gewesen. Frühere Restaurierungsversuche hätten zusätzlichen Schaden verursacht. Jetzt sei aber die alte Leuchtkraft zurückgekehrt.

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Begeistert vom Ergebnis beider Auftragsarbeiten zeigten sich auch Horst-Günter Lucke, Präsident der Oldenburgischen Landschaft, Manfred Hüniken, Vorsitzender der Stiftung für Kunst und Kultur in der Stadt Westerstede, sowie sein Stellvertreter Bruno Steinhoff. Die Expertise sei ein wichtiger Beitrag zur Heimatgeschichte, meinte Hüniken in seiner Ansprache. Gleichzeitig sei er glücklich, nun auch das Gemälde der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Es sei in Kürze in einer Ausstellung bei der LzO in Westerstede zu sehen.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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