Ofenerfeld Ein besonderes Kunstereignis wurde den Besuchern am Wochenende im Heinrich-Kunst-Haus in Ofenerfeld geboten. Wilhelm Reuter von der Niederdeutschen Bühne Wiesmoor präsentierte das Ein-Personen-Stück „De Kontrabass“ von Patrick Süskind, ins Plattdeutsche übertragen von Uwe Petersen, am Sonnabendabend und in einer zweiten Aufführung am Sonntagnachmittag.

Der Schauspieler Wilhelm Reuter bewies mit seinem Auftritt, dass Ein-Personen-Stücke kurzweilig, abwechslungsreich und sehr intensiv sein können. Reuter spielte einen alternden Kontrabassisten, der zu seinem Instrument eine Art Hassliebe entwickelt hat.

Als Mitglied im Staatsorchester steht er nicht im Mittelpunkt und erfährt nicht die Beachtung, nach der er einst wohl strebte. So zeigt er sich verbittert und frustriert und schiebt es auf seinen Kontrabass zurück. Etwas mehr Farbe in sein Leben bringt seine heimliche Verehrung einer jungen Sopranistin. In seinen Fantasien malt er sich aus, wie er sie zum Essen einlädt und den anderen damit zeigt, dass er sich auch so etwas leisten kann. Doch in Wirklichkeit bemerkt ihn die junge Frau nicht.

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Mit sehr viel Leidenschaft und sehr nuanciert füllte der Akteur die Rolle aus. Die Besucher wurden in die Gedankenwelt des Kontrabassisten geführt und litten manchmal hörbar bei den geführten Monologen mit. Gerade der Kontakt zu dem Publikum war Wilhelm Reuter sehr wichtig. Er ging auf die Besucher zu, sprach sie zum Teil direkt an, um sie mit in das Stück einzubeziehen. Nach anfänglicher Zurückhaltung tauten die Gäste immer mehr auf und beteiligten sich mit ihren eigenen Kommentaren an der Vorstellung.

In Szene gesetzt wurde der Einakter von Elke Münch, die mit Wilhelm Reuter einen hervorragenden Darsteller präsentieren konnte. Die Zuschauer bedankten sich am Ende nicht nur mit tosendem Applaus, sondern auch noch anschließend persönlich für eine sehr gelungene Vorstellung.

Mit der Vorstellung zeigte sich Theo Gerdes, zuständig für plattdeutsches Theater im Heinrich-Kunst-Haus, sehr zufrieden, mit der Resonanz am Sonnabendabend nicht: Bei dieser ersten Vorstellung blieben doch einige Plätze frei. Mit der Aufführung betrat der Verein Begegnungsstätte Heinrich Kunst Neuland, denn für die Organisation und Durchführung war das Heinrich-Kunst-Haus dieses Mal allein verantwortlich. Der gute Besuch am Sonntag brachte jedoch alles wieder ins Lot.

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