VRESCHEN-BOKEL Mittwochabend: Es ist kurz vor 19 Uhr. Noch ist vor dem Dörpshus nichts davon zu sehen, dass gleich ein Großeinsatz der Feuerwehr geprobt wird.

Im Haus laufen die letzten Vorbereitungen: 11 Jugendliche der Jugendfeuerwehr Bokel-Augustfehn gehen in den Festsaal und auf den Dachboden. Strohpuppen werden gut versteckt. Von Anspannung keine Spur. „Das ist eine Übung und Routine für uns“, meint der 17-Jährige Jannik aus Augustfehn. Er gehört zu den jungen Leuten, die sich für diese Übung „opfern“.

Kurz nach 19 Uhr haben Ortsbrandmeister Mario Borchers, sein Stellvertreter Thorsten Siehlmann und der Zugführer Rainer Töbermann die Vorbereitungen abgeschlossen. Siehlmann wirft noch einen Blick in den Keller des Dörpshus’. Dort hat sich starker weißer Rauch, ausgelöst durch eine Disco-Nebelkanone, entwickelt. Zu riechen ist davon nichts. „99 Prozent der Brandopfer sterben an einer Rauchgasvergiftung“, sagt Hartmut Bollen, der Gemeindebrandmeister. Deswegen muss bei einer realistischen Übung Rauchentwicklung simuliert werden.

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19:11: Bollen greift zum Funkgerät und setzt den Notruf an die Wehr Bokel-Augustfehn ab – Rauchentwicklung im Dörpshus während einer Veranstaltung für Jugendliche. Nach wenigen Minuten ertönt in der Ferne Gänsehaut erregend eine Sirene.

Martinshörner durchbrechen die Stille, mehrere Löschwagen rasen auf das Dörpshus zu. Zügig strömen Feuerwehrleute aus Einsatzwagen, einige setzen Atemschutzmasken auf, andere ziehen Schläuche hinter sich her. Aufgrund der Schwere des simulierten Brandes müssen die Wehren Apen, Nordloh-Tange und Godensholt nachalarmiert werden.

Nach 20 Minuten sind die Einsatzarbeiten im vollen Gange. Kreisbrandmeister Johann Westendorf und Bürgermeister Matthias Huber beobachten die 92 Einsatzkräfte kritisch. Verletzte werden mit Tragen weggebracht, über eine Leiter werden Jugendliche aus dem Obergeschoss gerettet. Alle „Opfer“ werden gefunden. Es beginnen Löscharbeiten, ein kräftiger Wasserstrahl wird auf das Dörpshus gerichtet. Feiner Nebel bildet sich vom Löschwasser, es dämmert und die Übung neigt sich nach einer Stunde dem Ende zu.

Gemeindebrandmeister Bollen ist zufrieden: „Wir konnten alles abarbeiten, und der Kreisbrandmeister hat nur einen kleinen Fehler gefunden.“

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