Wiefelstede So etwas kann Wiefelstedes Küster Jan-Dieter Siemen ebenso wenig verstehen wie Pastor Dr. Tim Unger: Am Donnerstag, 9. Mai, und am vergangenen Freitag haben bislang Unbekannte auf dem Wiefelsteder Friedhof gewütet, korrigiert die Kirchengemeinde erste Angaben, nach denen sich die Taten beide am Donnerstag und Freitag vergangener Woche ereignet haben sollten. Am 9. Mai hatten die Täter entlang einer Schneise von Norden nach Süden quer über den Friedhof auf mindestens 20 Gräbern Blumentöpfe umgeworfen, Blumen aus Vasen entnommen und auf die Gräber gelegt und die dazu gehörigen Vasen entfernt oder auf andere Gräber gelegt. Am vergangenen Freitag wurden dann mehrere Pflanzen einer Taxus-Hecke herausgerissen.

Der Küster entdeckte den Vandalismus und konnte erst gar nicht glauben, dass jemand so etwas macht. „Auch wenn nichts weggenommen wurde: Da werden die Gefühle der Angehörigen Verstorbener erheblich verletzt.“ Der Küster hatte selbst mit zwei Angehörigen auf dem Friedhof gesprochen: „Sie waren sehr, sehr betroffen“, macht Siemen deutlich, dass bei einer solchen Tat klar eine Grenze überschritten wird.

Siemen hatte am Freitag auch jede Menge eher kleinere Fußabdrücke rund um die herausgerissenen Heckenpflanzen entdeckt. Er vermutet, dass es sich bei dem oder den Unbekannten um Jugendliche gehandelt haben könnte. Er hat auch Fotos gemacht. Sie zeigen auf etlichen Gräbern verstreut abgelegte Blumen, die teils von anderen Gräbern stammen und dort aus Vasen genommen worden waren – und die Löcher im Boden, die bei den herausgerissenen Heckenpflanzen deutlich zu sehen sind.

Auch Wiefelstedes Pastor Dr. Tim Unger reagierte mit Unverständnis – und hat die Vorkommnisse auch der Polizei gemeldet. „Mit solchen sinnlosen Aktionen wird die Trauer der Menschen gestört“, sagt er. Auch in der Vergangenheit habe es vereinzelt Vandalismus gegeben. Aber auch wenn jetzt nichts wegkam oder wirklich zerstört wurde: „Diese Größenordnung gab es auf dem Wiefelsteder Friedhof bislang nicht“, erklärt der Pastor.

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