Westerstede Vor dem Haupteingang des Hössensportzentrums in Westerstede spielt laute Musik, die Sonne scheint und versprüht gute Laune. Auf der Laufbahn drehen sie ihre Runden, im Fitnessraum heben sie Langhanteln und eine Gruppe von Inliner-Fahrern startet gerade: Mehr als 320 Polizistinnen und Polizisten haben am Dienstagmorgen am Sport- und Gesundheitstag der Polizei in Westerstede teilgenommen.

Vier Dienststellen dabei

Der Aktionstag wurde bereits zum neunten Mal vom Polizeikommissariat Westerstede ausgerichtet. Mit dabei waren vier Dienststellen – die Polizeidirektion Oldenburg, die Zentrale Kriminalinspektion (ZKI) Oldenburg, die Wasserschutz-Polizeiinspektion Oldenburg und die Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland. Begrüßt wurden die Mitarbeiter der Polizei am Morgen von Westerstedes Bürgermeister Klaus Groß und Bernd Deutschmann, Polizeivizepräsident der Polizeidirektion Oldenburg.

Sporttag – Auf einen

Einmal im Jahr können Polizisten und Polizistinnen am Sport- und Gesundheitstag der Polizei teilnehmen.

Mit dabei sind vier Dienststellen. Das Polizeikommissariat in Westerstede hat die Veranstaltung in diesem Jahr ausgerichtet.

Die Polizisten absolvieren einen Fitnesstest, den sie jährlich wiederholen müssen. Außerdem können sie weitere Fitnesskurse besuchen.

Hintergrund dieser Veranstaltung ist, dass Polizisten einmal im Jahr einen Fitnesstest absolvieren müssen. Dabei werden sie im Schwimmen, Laufen und Radfahren geprüft. Das Besondere in Westerstede war das zusätzliche Angebot von 20 verschiedenen Sport- und Fitnesskursen. Es reichte von einem Langhantel-Workout oder Indoor-Cycling bis zum Rückentraining und progressiver Muskelentspannung. Auch moderne Kurse wie Zumba und „Sixpack“, ein Bauchmuskeltraining, standen zur Auswahl. Zudem waren drei Physiotherapeuten vor Ort, um Fragen rund um das Thema Gesundheit und Sport zu beantworten.

Andreas Krause-Fischer von der Polizeidirektion Oldenburg entschied sich am Sporttag für Nordic-Walking. 7,5 Kilometer war die Strecke lang. Seitdem die Polizei den Sporttag anbietet, ist der 59-Jährige immer wieder begeistert dabei. „Ich freue mich jedes Jahr darauf. Man bekommt einen Arbeitstag vom Arbeitgeber geschenkt – und wenn es dann noch so schön ist draußen, macht Sport noch mehr Spaß“, sagte er während einer Pause auf dem Platz vor dem Haupteingang.

Doch nicht nur Sport und Gesundheit standen im Fokus. Ein Kollege von der Zentralen Kriminalinspektion machte auch gerade Pause. Die zwei unterhielten sich. „Es ist schön“, sagte Uwe Rempel vom ZKI Oldenburg, „dass man an diesem Tag immer wieder Leute wiedertrifft, mit denen man zwischendurch beruflich Kontakt hat.“ So genieße er es, diese Kollegen in einem lockeren Rahmen wiederzusehen und sich mit ihnen austauschen zu können. Der 52-Jährige war schon immer begeisterter Sportler, der in seiner Freizeit viel Fahrrad fährt, außerdem im Fitnessstudio und im Sportverein aktiv ist. Zwei- bis dreimal die Woche geht auch Krause-Fischer in die Schwitzebude und treibt zudem im Urlaub Sport wie Bergwanderung und Skifahren.

Darüber freuen sich nicht nur die Chefs, sondern auch Polizeivizepräsident Bernd Deutschmann: „Sport hängt direkt mit dem Berufsbild Polizei zusammen. Auch die Bevölkerung soll davon ausgehen dürfen, dass unsere Polizisten fit sind.“ Daher sei ein jährlicher Fitnesstest notwendig. Die Zeiten, die die Polizisten absolvieren müssen, seien analog zu denen vom Sportabzeichen. Geprüfte Sportübungsleiter würden die Prüfung abnehmen. Doch der Spaß solle nicht zu kurz kommen. Im Vordergrund stehe, so Deutschmann, das Gemeinschaftliche zu stärken. „Der Dienst ist belastend genug“, sagte der Polizei-Vizepräsident.

Volleyball mit Kollegen

Eben jene Gemeinschaft wurde auch beim Mannschaftssport gestärkt. So beim Beachvolleyball, bei dem die Kollegen in zwei Teams gegeneinander antraten. Mit dabei war eine 27-jährige Polizistin aus Sandkrug, die zum ersten Mal am Sporttag der Polizei teilnahm. Sie genoss das vielseitige Angebot, das über das berufliche Einsatztraining der Polizei – wie beispielsweise Selbstverteidigung – hinausging.

„Für den Streifendienst ist eine gewisse Grundfitness schon notwendig“, erläuterte sie, während sie ihre Taucherbrille aufsetzte, um den Schwimmtest abzulegen. „Dafür gehe ich hin und wieder nach der Arbeit meine Bahnen ziehen“, sagte sie und sprang mit einem Köpper ins Wasserbecken.

Nina Janssen
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion

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