Westerstede Die Westersteder Polizei konnte eine Serie von insgesamt sechs Einbrüchen in Kindergärten und Sanitärgeschäfte im Stadtgebiet Westerstedes aufklären. Dabei spielte nach Angaben der Ermittler von Dienstag „Kommissar Zufall“ eine maßgebliche Rolle.

Am späten Samstagabend habe eine Westersteder Streifenbesatzung zwei Radfahrer, die ohne Beleuchtung unterwegs waren, bemerkt. Während einer der beiden kontrolliert werden konnte, flüchtete der andere. Der kontrollierte 18-jährige Westersteder gab zu, dass er und sein Freund zuvor die Fahrräder in Bad Zwischenahn gestohlen hätten. Er wurde nach der Feststellung seiner Personalien und einer ersten polizeilichen Anhörung wieder entlassen.

Während der weiteren Fahndung konnten das andere Fahrrad sowie der Rucksack des zunächst flüchtigen 17-jährigen Jugendlichen gefunden werden. Darin befanden sich auch Brecheisen. Diese hatten die Beschuldigten ebenfalls entwendet – aus einem Westersteder Baumarkt.

Im Rucksack fanden die Beamten zudem ein Dokument mit dem Namen des 17-Jährigen. Er war in einer Jugendhilfeeinrichtung untergebracht. In seiner Vernehmung gab er Einbrüche in Kindergärten und in ein Sanitärgeschäft zu. Auch führte er die Beamten zu einem Ablageort der Beute. Dort konnte u.a. ein Laptop aus einem Kindergarten-Einbruch entdeckt und an die Einrichtung zurückgegeben werden.

Der 18-jährige mutmaßliche Mittäter, der nach der ersten Anhörung entlassen worden war, konnte noch nicht weiter vernommen werden. Er ist untergetaucht; sein derzeitiger Aufenthaltsort ist der Polizei nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

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