Petersfehn Alarm für die Petersfehner Feuerwehr, es ist früher Nachmittag, ein Wohnhaus brennt, Menschen sind in höchster Gefahr. Die Feuerwehr muss ausrücken, aber von 48 Feuerwehrmännern und -frauen sind nur vier vor Ort – zu wenig, um schnell helfen zu können. Viele der Kameradinnen und Kameraden arbeiten außerhalb. Einige andere haben Kinder, die um diese Zeit zu Hause sind, und die sie nicht für unbestimmte Zeit allein lassen können. Schon heute werden deshalb die Wehren aus Ofen und Petersfehn immer zusammen alarmiert, damit genug Einsatzkräfte vor Ort sind.

Bei den Eltern will die Freiwillige Feuerwehr Petersfehn jetzt ansetzen. Nach dem Vorbild anderer Feuerwehren, würden die Petersfehner gerne eine Kinderbetreuungsgruppe einrichten, die im Alarmfall die Kinder der Elternteile im Feuerwehrhaus betreut, die sonst nicht am Einsatz teilnehmen könnten.

Die Idee hatten vor allem einige jüngere Kameraden schon länger mit sich herumgetragen. Martin Werner ist einer von ihnen. Auch bei ihm gab es schon Situationen, in denen er zum Einsatz gerufen wurde, er seine Tochter Lia aber nicht allein lassen konnte. Künftig, so die Idee, wird er sie dann einfach zum Feuerwehrhaus mitnehmen, wo sie gut aufgehoben ist, bis er zurück kommt. „Lia findet die Idee toll, sie kann es kaum noch abwarten“, sagt er.

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An dieser Stelle hoffen die Feuerwehrleute auf Unterstützung aus dem Ort. „Vielleicht gibt es ja Männer oder Frauen, die nicht in den aktiven Dienst wollen, sich aber vorstellen können, uns bei der Kinderbetreuung zu unterstützen“, sagt Ortsbrandmeister Heiko Rippen. Ohne die sonst für die Feuerwehr üblichen zeitaufwendigen Lehrgänge und Dienste leisten zu müssen, könnten die Freiwilligen mit dafür sorgen, dass bei Unfällen und Bränden schnell Hilfe kommt.

Das würde zum einen die bereits aktiven Kameraden entlasten, zum anderen könnte es aber auch dazu beitragen, mehr Frauen für den aktiven Dienst zu gewinnen, hofft Rippen.

„Wir hoffen auf mehrere Freiwillige. Jeder von ihnen würde einen Melder bekommen und man könnte untereinander absprechen, wer wann für die Betreuung zur Verfügung steht“, erklärt Martin Werner die Idee. „Und wenn mal keiner der Freiwilligen kann, bleibt der erste Vater, der mit dem Kind zum Feuerwehrhaus kommt, mit den anderen Kindern dort.“

Jetzt hoffen die Feuerwehrleute, dass sich einige interessierte Freiwillige melden. „Wir wollen in einigen Wochen einen Besprechungsabend anbieten, an dem wir den Freiwilligen erklären, wie wir uns das alles genau vorstellen – und an dem sie auch selbst Vorschläge machen können. Dann müsste es natürlich noch ein Kennenlerntreffen mit den Kindern geben“, sagt Werner. Wer der Feuerwehr helfen und sich über die Idee informieren will, kann sich unter Telefon  0 44 86/94114 bei Ortsbrandmeister Heiko Rippen oder unter Telefon  0 44 86/ 91 77 71 bei seinem Stellvertreter Heiko Klostermann melden.  

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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