ASCHHAUSEN Von 1971 bis 1990 verrichtete der „Borgward“ seinen Feuerwehrdienst. Heute wird das Gefährt für Ausflüge genutzt.

Von Erhard Drobinski ASCHHAUSEN - Seit einigen Monaten hat die Freiwillige Feuerwehr Aschhausen ein wahres Schmuckstück in ihrem Fuhrpark stehen. Die Kameraden der Altersabteilung und einige junge Kameraden der Feuerwehr haben in knapp 50 Tagen einen „Borgward“, Baujahr 1958, restauriert und wieder in Schuss gebracht.

Anfang vergangenen Jahres wurde der damalige Ortsbrandmeister Adolf Oeltjendiers vom Kreisbrandmeister Hinrich Dreyer angesprochen, ob die Aschhauser Feuerwehr den alten Gerätewagen von der Technischen Zentrale Elmendorf übernehmen wolle. Zeit für eine Entscheidung gab es kaum, so dass Oeltjendiers schnell dem Angebot zustimmte. Ein Unterstellplatz für den Oldtimer wurde bei Franz Haake gefunden. Als die neuen Besitzer über das Internet Originalersatzteile für das Automobil fanden, wurde das Projekt „Restaurierung“ in Angriff genommen.

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Alle Kameraden der Altersabteilung waren gleich Feuer und Flamme. In der Werkstatt von Dirk Keilers wurde intensiv gearbeitet: Neue Bleche mussten eingesetzt werden, Räder, Batterie und Schrauben ausgewechselt werden. Der Motor war noch so gut erhalten, sodass er beim Anlassen sofort ansprang. Die Alterskameraden, die früher als Kfz-Schlosser, Maler oder Landmaschinenschlosser gearbeitet hatten, leiteten dabei jene Kameraden gut an, die technisch nicht allzu versiert waren.

Nach 573 Stunden Arbeit und Schrauberei wurde schließlich der „Borgward“, der bis 1971 als Kommandowagen bei der Bundeswehr und anschließend bis Ende 1990 als Gerätewagen in Elmendorf eingesetzt wurde, der Öffentlichkeit präsentiert. Ausgestattet ist er mit allem, was zu einem solchen Auto dazugehört.

Heute nutzen die Alterskameraden das Gefährt zu Ausflügen in die nähere und weitere Umgebung, sind bei Oldtimer-Ausstellungen dabei und zeigen das Auto auch im Rahmen von „Tagen der offenen Türen“ bei anderen Feuerwehren.

Auf das restaurierte Automobil sind Adolf Oeltjendiers und seine zwölf weiteren Kameraden der Altersabteilung sehr stolz. Sie haben mit Freude und Begeisterung daran gearbeitet und kümmern sich auch künftig darum, dass der Wagen in Schuss bleibt. Die Entscheidung, das Gefährt wiederherzurichten, haben sie nicht bereut.

Vielmehr planen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Aschhausen, in naher Zukunft in ihrer Bauernschaft einmal selbst ein Oldtimer-Treffen mit alten Feuerwehrautos zu veranstalten.

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