Holtgast Am Ende des Tages sind es 207 potenzielle Stammzellenspender gewesen, die sich am Sonntag im Biker-Hotel „Zur Schanze“ in Holtgast typisieren ließen. „Jeder einzelne ist wichtig“, weiß Christa Lindenberg, zweite Vorsitzende des Vereins Leukin und damit Mitorganisatorin der Typisierungsaktion.

Immer wieder ruft der Verein in der Region dazu auf, sich in eine Stammzellenspenderkartei aufnehmen zu lassen. Schließlich geht es ums Überleben von Patienten, die an Blutkrebs leiden und nur durch eine Stammzellentransplantation gerettet werden können – so wie Peter aus Holtland.

Ende Juni erhielt der 20-Jährige die Diagnose Blutkrebs. Noch am gleichen Abend begann für ihn die erste Chemotherapie. Doch sein Körper konnte das nicht verkraften, fast alle Organe versagten und Peter wurde ins künstliche Koma versetzt. Erst nach neun Tagen war er soweit stabilisiert, dass die Ärzte ihn wieder wecken konnten. Er wechselte von der Intensiv- auf die normale Station, begann eine neue Chemotherapie und durfte jetzt auch für eine Woche nach Hause. Auf einen möglichen Spender wartet der 20-Jährige noch immer. In der weltweiten Datenbank wurde bislang kein genetischer Zwilling entdeckt.

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Eben weil es so schwierig ist, einen geeigneten Spender zu finden, helfen Vereine wie Leukin dabei, die Menschen aufzuklären und für eine Registrierung zu gewinnen. In Holtgast waren gleich mehr als 40 Helfer von Leukin und dem DRK Apen dabei, um den Aktionstag zum Erfolg zu führen. Das Prozedere war einfach: Die Teilnehmer mussten eine Einverständniserklärung ausfüllen, mit einem Wattestäbchen einen Wangenabstrich vornehmen und die Stäbchen in einem Umschlag versiegeln. Die so aufgenommenen Gewerbemerkmale werden von einem Labor analysiert und in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gespeichert – so auch die von Kevin Brunken. Er gehörte am Sonntag zu den 207 potenziellen neuen Spendern, die in Holtgast vorbeischauten. Ob er ein genetischer Zwilling eines Krebspatienten ist, wird sich im Laufe der Zeit zeigen. Ihm ist es wichtig, dass zumindest die Möglichkeit besteht, einem Kranken zu helfen. Christa Lindenberg ist froh, dass es im Ammerland viele solcher Menschen wie Kevin gibt, die bereit sind, andere zu unterstützen. Die Region sei bei den Typisierungszahlen top.

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Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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