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Edewecht Eingeschlagene Frontscheiben, eingedrückte Fahrertüren oder zerdepperte Scheinwerfer: 70 Mitglieder der Ortsfeuerwehren Edewecht, Elmendorf, Friedrichsfehn, Husbäke, Jeddeloh II und Osterscheps haben sich jüngst auf dem Betriebsgelände der Firma Reuter in Portsloge getroffen. Bei dem Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen bekamen die Kameraden eine ganztägige Sonderausbildung zum Thema Rettung von Personen aus Fahrzeugen mit schwerem Rettungsgerät. Unterstützt wurden sie dabei von dem Altmetallbetrieb und Schrotthandel Springer & Sohn sowie dem Abschleppdienst Jan Wiechmann. Die Wehren selbst brachten ihre Lösch- und Rettungsfahrzeuge mit.

Auf demselben Stand

„Es ist das erste Mal, dass alle fünf Ortswehren wirklich gemeinsam geübt haben“, erzählt im Nachgang der Übung Tim Helmerichs, der stellvertretende Ortsbrandmeister für Edewecht. Der Name „Rescue-Days“ orientiert sich dabei an den Rescue-Days der Firma Weber Hydraulik, die einer der großen Hersteller von hydraulischen Rettungsgeräten für die Feuerwehren ist. „Die angewandten Rettungstechniken und das Vorgehen mit den Geräten sind allerdings bei allen Herstellern identisch“, erklärt Dirk Gerdes-Röben, Zugführer und Pressewart bei der Freiwilligen Feuerwehr Edewecht.

Den Firmen dankbar

Gemeinsam mit seinem Kollegen, dem Ortsatemschutzwart Sven Frerichs, wollte Helmerichs die Idee der Rescue Days in die Gemeinde Edewecht holen. Bei dieser Schulung geht es nicht nur um Rettungstechniken an Personen, sondern auch Techniken, um Verletzte freizuschneiden. 14 Fahrzeuge stellte der Schrotthandel zur Verfügung. „Wir sind sehr froh, dass die Firmen uns so gut unterstützen, sonst wären solche Rettungsübungen gar nicht möglich“, zeigte sich Helmerichs dankbar. Warum die Rescue Days so bedeutsam sind? „Die relevanten Techniken entwickeln sich stetig weiter. Deshalb ist es wichtig, dass wir da dauerhaft dranbleiben“, begründet Helmerichs den Aufwand. Es gehe auch darum, die Zusammenarbeit zwischen den Wehren weiter zu verbessern. „So wissen die Kameraden aus Jeddeloh II auch, wie die Einheit in Edewecht arbeitet. Dann sind alle auf demselben Stand.“

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Aufeinander achten

Kein Verkehrsunfall verlaufe gleich, jedes Mal müssten sich die Feuerwehrmitglieder auf die Situation neu einstellen. „Das kann mitunter auch mental eine ganz schöne Belastung sein“, weiß Helmerichs aus Erfahrung. „Wenn es hart auf hart kommt, schicken wir nur erfahrene Leute an die Unfallstelle.“ Es sei wichtig, im Nachgang eines Einsatzes die Erlebnisse zu verarbeiten. „Es gilt bei uns auch das Prinzip, dass alle aufeinander Acht geben. Wenn sich mein Kollege nach einem Einsatz seltsam verhält, dann spreche ich ihn einfach an, frage, was los ist.“ Als Seelsorger käme auch Edewechts Pastor Achim Neubauer regelmäßig vorbei. „Mit ihm besprechen wir alles. Reden hilft sehr weiter, wenn die Bilder schwer aus dem Kopf zu kriegen sind.“

Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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