Rastede Als Günther Wichmann vor 60 Jahren im Alter von 18 Jahren in den Dienst der Feuerwehr in Metjendorf trat, könnte er dort theoretisch an der feierlichen (Wieder)-Enthüllung des vorher umgesetzten „Elisabethsteins“ unter Anwesenheit des Erbgoßherzogs Nikolaus von Oldenburg teilgenommen haben. Günther Wichmann wechselte dann allerdings 1969 zur Freiwilligen Feuerwehr Rastede.

Dreimal sei er dem „Tod von der Schüppe gesprungen“ beschreibt Günther Wichmann seine abenteuerlichen Erfahrungen bei der Feuerwehr. Das erste Mal passierte es in Neuenburg, als er Wertgut aus einem landwirtschaftlichen Betrieb retten wollte. Noch beim Sprung aus dem Fenster sah er, wie hinter ihm die Decke einstürzte. „Das hätte ganz schön schief gehen können“, beschreibt er die Gefahrensituation. Beim zweiten Mal konnte er sich gerade noch aus einer Heuselbstentzündung retten. Und als er sich das letzte Mal in einer lebensgefährlichen Situation befand, dehnte sich über ihn aufgrund der enormen Hitzeentwicklung ein Stahlträger. „Die werden immer länger, bis sie herunterfallen“, hat er festgestellt. Für ihn waren dies sehr intensive Erfahrungen, die er immer wieder gern mahnend an seine jungen Kolleginnen (acht weibliche Mitglieder sind bei der Rasteder Feuerwehr) und Kollegen weitergibt.

Günther Wichmann, wurde nun für seine 60jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr von Bürgermeister Dieter von Essen geehrt. Der Bürgermeister überreichte Wichmann eine Urkunde der Gemeinde und die Feuerwehruhr als Dank und Anerkennung für seine ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit. „60 Jahre Treue heißt auch kameradschaftlicher Einsatz bei Bränden, Stürmen und Unfällen über einen langen Zeitraum“, würdigte von Essen die 44 jährige aktive Zeit Günther Wichmanns. Mit der silbernen Ehrennadel des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet wechselte Wichmann 1997 in die Altersabteilung.

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Durch seine äußerst aktive Dienstbeteiligung und Fortbildungsmaßnahmen eignete sich Günther Wichmann umfangreiche Kenntnisse im Feuerlöschwesen an. Stationen seiner Laufbahn waren 1959 Oberfeuerwehrmann, 1973 Hauptfeuerwehrmann und 1996 wurde er zum Löschmeister ernannt. Das Niedersächsische Ehrenzeichen in Silber bekam er 1979 für 25 jährige Dienste im Feuerlöschwesen und 1993 wurde er für 40 jährige Dienste und 2003 für 50 jährige Dienste geehrt. Kreisbrandmeister Johann Westendorf wies in seiner Dankesrede auf den stetigen Wechsel und Wandel der Aufgaben im Feuerlöschwesen hin und Ortsbrandmeister Jürgen Hinrichs freut sich schon heute auf die „70 Jahr“ Feier mit Günther Wichmann.

Der Bürgermeister ehrte an diesem Tag gleichzeitig drei Kameraden für ihren Einsatz bei der Flutkatastrophe in diesem Jahr: Daniel Klockgether, Stefan Wichmann und Tim Renken – und überreichte eine Urkunde und eine Medaille im Namen des Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen. „Und der heißt jetzt Weil“, gab er an, weil die Unterschrift nicht klar lesbar war.

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