APEN /AUGUSTEHN Gleich zwei Kindergärten in der Gemeinde Apen sind vom Niedersächsischen Kultusministerium als so genannte Konsultationskindergärten ausgewählt worden. Sowohl die Einrichtung in Apen als auch die in Augustfehn I haben damit Vorbildfunktion für andere und leisten im Sinne des Bildungsauftrags hochwertige konzeptionelle Arbeit.

„Wir haben Lernwerkstätten eingerichtet, in denen die Kinder praktisch arbeiten, Erfahrungen sammeln und so Abläufe und Zusammenhänge besser verstehen können“, schildert Jutta Jonen, Leiterin in Augustfehn I, das Konzept ihres Kindergartens. „Wir haben ein Labor, in dem die Kinder an die Naturwissenschaft herangeführt werden, eine Wortwerkstatt für die Entwicklung des Sprachverständnisses und eine Theaterwerkstatt“, nennt Jonen einige Beispiele. „Dabei versuchen wir, alle Bereiche miteinander zu verbinden. So wird zum Beispiel Rotkohl von den Kindern angepflanzt, aus den Außenblättern wird im Labor Farbe hergestellt. In der Kreativwerkstatt wird damit gemalt, oder sie dient als Schminke fürs Theater. Und schließlich verwerten die Kinder noch den Rotkohl in der Küche.“ Seit rund vier Jahren haben sich nun auch die Erzieherinnen auf die verschiedenen Fachgebiete spezialisiert und ihren jeweiligen Bereich weiterentwickelt. Darüber hinaus wird eng mit der Buchmanufaktur der Haupt- und

Realschule Augustfehn zusammengearbeitet.

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Auf breite Netzwerkarbeit ist der Aper Kindergarten ausgerichtet. Die Jungen und Mädchen sollen ihr Umfeld erkunden und dabei lernen. „Seit Jahren schon pflegen wir enge Kontakte zu Menschen und Institutionen im Ort“, schildert Leiterin Margrit zur Brügge das Konzept. „So gibt es generationsübergreifende Angebote, getreu unserem Motto: Miteinander leben und voneinander lernen. Kinder besuchen Senioren und Senioren leiten Arbeitsgemeinschaften bei uns im Haus.“ Die Kooperation mit dem Partnerkindergarten im polnischen Gizalki, die enge Zusammenarbeit mit der Aper Grundschule und vor allem mit den Eltern sind weitere Schwerpunkte der Arbeit. Und schließlich haben auch die Jungen und Mädchen Mitspracherecht: Seit drei Jahren gibt es hier ein Kinderparlament.

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