Wiefelstede Dass viele Kinder und Jugendliche sich zu wenig bewegen, predigen Ärzte immer wieder. Computer statt Sport und Spiel. Auch Jutta Klages, Leiterin der Wiefelsteder Oberschule, hat auf ihrem Schulhof manche Beobachtung gemacht: „Einige Kinder haben Schwierigkeiten, rückwärts zu laufen, kommen dabei ins Straucheln oder stürzen gar.“

Die Oberschule will ab dem kommenden Schuljahr gegensteuern. Eine Sportklasse soll eingerichtet werden. Los geht es mit dem dann neuen fünften Jahrgang. Ähnlich wie bei anderen Schwerpunktklassen, die sich verstärkt mit Musik oder Sprachen beschäftigen, liegt an der Oberschule der Schwerpunkt bei einer Gruppe dann auf dem Sport. „Neben den beiden regulären Sportstunden kommen dann noch einmal verbindlich zwei Sportstunden nachmittags an einem Wochentag dazu““, erklärt die Schulleiterin.

Keine Kaderschmiede an Oberschule

Man wolle aber zum Schuljahresbeginn Ende August nicht so etwas wie eine Kaderschmiede für künftige Hochleistungssportler aufbauen, stellt Jutta Klages klar. Vielmehr soll mit der neuen Sportklasse den Schülern die Möglichkeit gegeben werden, unterschiedliche Sportarten auszuprobieren und für sich zu entdecken. „Wir wollen auch die Kinder und Jugendlichen erreichen, die bisher weniger sportlich unterwegs sind“, sagt die Pädagogin.

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Maximal 28 Schüler könnten in der Sportklasse aufgenommen werden. Würden sich mehr zukünftige Oberschüler anmelden, müsse gelost werden. Das Interesse sei da, habe sie bei einer Infoveranstaltung für die Eltern der aktuellen Viertklässler festgestellt. Zumal die Schule eine Kooperation mit Werder Bremen habe.

Mehr gesundes Schulessen

Apropos Kooperation: Die hat die Schule auch mit den Oldenburg Baskets. Kurz vor Weihnachten war mit Spielern des Vereins eine Trainingseinheit in der Sporthalle der Schule vereinbart. Nur: Auf die Cracks aus Oldenburg warteten die Schüler und Sportlehrer Daniel Angelini vergeblich. Dem Basketball-Bundesligisten war der Termin durchgerutscht. „Ein neuer Termin steht noch nicht fest“, so Klages. Den soll es aber definitiv geben.

Etwas schwieriger dürfte die Einführung von mehr gesunder Ernährung in der Mensa und am Schulkiosk werden. „Schnitzel und Pommes sind nach wie vor sehr beliebt“, sagt Klages. Sie rechnet mit einem langen Prozess.

Jens Schopp Redakteur / Redaktion Rastede/Wiefelstede
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