Wiefelstede Strahlender Sonnenschein ist am frühen Sonnabendmorgen am Himmel über Wiefelstede zu sehen gewesen. Und strahlende Gesichter sah man auch auf dem gut gefüllten Schulhof der Oberschule Wiefelstede. Fröhliches Lachen und eine erwartungsvolle Stimmung begleiteten den sechsten Sponsorenlauf der Schüler zu Gunsten des Projekts „Hokisa – Home for kids in South Africa“, zu deutsch: ein Zuhause für Kinder in Südafrika.

„Alle unsere Schüler, viele Lehrer und Eltern und auch Geschwisterkinder sind heute auf die Strecke gegangen“, berichtet Organisatorin Maike Woldenga-Manning stolz. Zum ersten Mal findet das Großereignis im Drei-Jahres-Takt unter ihrer Leitung statt und sie sei sehr aufgeregt aber auch unglaublich stolz, dass wieder so viele freiwillige Helfer und Unterstützer dabei seien, erzählt sie. Ihr besonderer Dank gelte daher neben den rund 600 Läufern vor allem den Kollegen, den Eltern und den zahlreichen Sponsoren, die die Veranstaltung unter anderem mit Getränken, Kuchen und Brot zum Verkauf unterstützten. Auch Polizei, Feuerwehr und DRK seien vor Ort und unterstützten die Veranstaltung ebenso wie die Gemeindebücherei. „Und natürlich freue ich mich sehr über das besondere Engagement einzelner Schüler und Klassen, die bereits weit im Vorfeld des besonderen Tages Sponsoren gesucht und sich um das Projekt besonders verdient gemacht haben“, sagt die Lehrerin. Besonders sei da die „Hokisa-Chefklasse“ zu nennen, im Schulalltag auch als 6a bekannt.

Das Projekt

Das Projekt Hokisa wurde 2001 von dem niederländischen Schriftsteller Lutz van Dijk und der Südafrikanerin Karin Chubs gegründet und im Jahre 2002 mit einem Kinderhaus offiziell eröffnet. Ziel des Projektes ist es, den Aids-Waisenkindern in Südafrika ein Zuhause zu bieten. Die Häuser und Einrichtungen stehen im Township Masiphumelele im Süden Kapstadts. Im Rahmen weltweiter Unterstützung war es mittlerweile möglich, einen Arzt im Township anzusiedeln, der die rund 30 000 Einwohner versorgt

Im Rahmen des Projektes sollen die Kinder wieder in einem familienähnlichen Umfeld aufwachsen. Sie erhalten medizinische Versorgung und eine Schul- und Berufsausbildung.

Diesem umfassenden Lob schließt sich Oberschuldirektorin Jutta Klages umfassend an. „Es ist jedes Mal ein besonderes Gefühl, wenn die Hokisa-Woche an der Schule beginnt“, weiß sie. „Man spürt dann förmlich, wie alle sich für die Idee begeistern. Es kommen unzählige Vorschläge und Jeder ist bereit, sofort mitzuwirken“, strahlt sie. Für die Schüler sei das Projekt eben auch eine Herzensangelegenheit. Klages, die 2015 selber vor Ort war, um das Projekt anzusehen, brachte damals zahlreiche Bilder mit. „Die zeige ich den Kindern, damit sie sehen, wofür sie sich engagieren. Kinder und Jugendliche lernen viel über Emotionen. Das Schicksal der Kinder in Südafrika bewegt sie. Sie zeigen Anteilnahme, Verständnis und Verantwortung.“ Das sei schon toll, so die Schulleiterin. Und man sei auch stolz auf das bisher Erreichte. Neben den Lebensunterhaltskosten, die durch die Spenden bestritten würden, seien in den Jahren bereits ein Kühlhaus, eine Speisekammer, ein Kinderhaus, eine Küche und Wohnräume gebaut worden. „Das ist wunderbar.“

Und so hoffe man auch in diesem Jahr wieder auf hohe Einnahmen. Wer nicht an dem Spendenlauf teilnahm, konnte sich aber trotzdem an dem guten Zweck beteiligen. Im Rahmenprogramm wurden neben Kinderschminken und Glücksrad auch Brot, Marmeladen, Popcorn, Getränke, selbstgebastelte Armbänder oder Vogelhäuser für Hokisa verkauft.

„Das Engagement für Hokisa ist ein gewachsenes Projekt an unserer Schule. Wir möchten auch in Zukunft solange es geht helfen“, sind sich die Verantwortlichen einig.

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