Bad Zwischenahn /Edewecht „Schau hin, misch dich ein“ – unter diesem Motto standen die Projekttage des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht in diesem Jahr. In über 60 klassenübergreifenden Projekten beschäftigten sich knapp 1300 Schüler mit Projekten zu den Themen Toleranz, Demokratie, Menschenrechten sowie dem Reaktorunglück in Tschernobyl.

Autoren dieses Beitrages sind die Schülerreporter Maria John Sanchez, Charlotta Ramsauer, Lisa Fasser, Maja Reins, Sandro Maiolo und Paula Garlichs. Die Schüler besuchen die Jahrgänge 7 bis 10 des Gymnasiums Bad Zwischenahn-Edewecht.

Die Unesco-Gruppe unter der Leitung von Sabine Weigand hatte die gesamte Projektwoche über mehrere Monate geplant und organisiert. Die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften wurden sowohl von Lehrern als auch von Schülern der Oberstufe geleitet. Viele Schüler nutzten auch die Möglichkeit, Projekte auf eigene Faust mit Hilfe einer Lehrkraft zu leiten.

Große Bandbreite

Wiebke Clausing (15) hat ihr Projekt „Behinderungen in Schule und Alltag“ selbst auf die Beine gestellt und mit dem Deutschen Roten Kreuz kooperiert. Sie sagt, sie sei sehr zufrieden mit der Planung und dem Verlauf des Projekts.

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Die Schüler hatten in ihren Projekten jeweils zwei Tage Zeit, sich mit ihrem Thema vertraut zu machen und eine Präsentation ihrer Ergebnisse für den dritten Tag vorzubereiten. Eine große Bandbreite an Angeboten sorgte dafür, dass für jeden Schüler etwas dabei war. So beschäftigte sich beispielsweise ein Kurs mit dem Thema Inklusion und stellte diverse Alltagssituationen mit dem Rollstuhl nach. Das Projekt „Sport im Rollstuhl“ nahm Inklusion in den Blick, diesmal im Sportunterricht. Dabei sollten sich Kinder und Jugendliche in die Lage eines Menschen mit Behinderung hineinversetzen. Mit Augenbinden, Rollstühlen und Krücken simulierten sie Handicaps wie Blindheit oder eine Gehbehinderung. Jungen und Mädchen von der 5. bis zur 9. Klasse schwitzten gemeinsam beim Sport und mussten Rücksicht aufeinander nehmen. Des Weiteren sammelten sie tolle Erfahrungen und bekamen einen Einblick in den „Behindertensport“. Viele Schüler betonten, dass dieses Projekt ihre Wahrnehmung im Teamspiel gestärkt habe.

Sowohl in Bad Zwischenahn als auch in Edewecht stand das Thema Nachhaltigkeit im Fokus. Upcycling nennt sich die Methode, mit der aus altem Müll neue Gegenstände entstehen.

Gebastelt und gebaut wurde aber nicht nur in diesen Projekten, sondern auch unter der Leitung von Lehrer Thomas Marienfeld und Referendar Jan Kowalski. Sie näherten sich dem Thema Unesco an, indem sie wichtige Gebäude wie zum Beispiel die Stari-Brücke, die in Bosnien Herzegowina steht, nachbauten. Im Rahmen einiger Projekte wurden außerdem Exkursionen unternommen. Für eine Gruppe zum Thema „Alternative Energiegewinnung“ gehörte der Besuch einer Windkraftanlage dazu, wohingegen eine weitere Gruppe die Bürger aus Bad Zwischenahn auf ihre Toleranz testete. Dazu wurden Konflikte und Mobbing-Szenen vorgeführt und die Reaktionen ausgewertet.

Schulhof aufgefrischt

Auch der Schulhof konnte von den Projekttagen profitieren. So sorgten die Schüler aus dem Projekt „Schulgarten“ dafür, dass einzelne Grünstreifen und Beete wieder aufgefrischt wurden.

Ein berührendes Ereignis war ein Gespräch mit Erna de Vries, eine Überlebende des Holocausts. Dazu beschäftigte sich das Projekt mit dem Widerstand im Nationalsozialismus und Jugendwiderstand.

Insgesamt wurden den Schülern einerseits durch die eigene Projektarbeit und andererseits durch die Präsentationen der anderen Projekte neue Sichtweisen vermittelt und das Bewusstsein zu einigen Themen geschärft.

Die mittlerweile vierte Unesco-Projektwoche am Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht wurde von den Schülern sehr positiv angenommen. Informationen zu einzelnen Projekten und Fotos gibt es auf der Internetseite des Gymnasiums unter


     www.gze-ni.de 
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