Westerstede In so manchem Rathaus dürften nach Vorstellung der Studie am Mittwoch die Alarmglocken geklingelt haben. In Westerstede ist Schulamtsleiterin Karen Pottek ziemlich tiefenentspannt. „Wir haben unsere Zahlen immer im Auge. Da droht keine große Überraschung“, sagt sie. Zuletzt im Januar hatte sie für den Schulausschuss Zahlen über die zu erwartenden Erstklässler zusammengestellt. Die nächste Hochrechnung ist turnusmäßig im Oktober dran.

Und von einem Schülerboom ist in Westerstede derzeit auch nicht viel zu erkennen. Gab es im Jahr 2000 noch 300 Erstklässler, so waren es 2010 nur noch 229. Der Tiefstand mit 185 Kindern wurde 2014 erreicht. In diesem Sommer werden voraussichtlich 195 Kinder eingeschult. Die Hochrechnungen bis 2023 sehen Zahlen zwischen 184 und 210 Kindern pro Jahrgang.

„Die Flüchtlingswelle ist dabei mitgerechnet, auch die letzten Geburtenzahlen“, sagt Pottek. Und wenn es doch zehn Prozent mehr Schüler werden? „Dann bedeutet das lediglich eine zusätzliche Klasse. Das ist kein Problem“, sagt die Schulamtsleiterin.

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Für dieses Jahr verteilen sich die einzuschulenden Kinder wie folgt: Brakenhoffschule – vier Klassen; Ocholt, Westerloy und Halsbek je zwei Klassen. Und die Grundschule Gießelhorst bleibt bei einer Klasse.

Was für die Stadt (finanziell) eine viel größere Bedeutung hat, ist einerseits die Inklusion und zum anderen die Rückkehr zu 13 Schuljahren am Gymnasium (G9). Dadurch werden zum Teil massive Um- und Neubauten fällig. Im Fall der Robert-Dannemann-Schule wird derzeit über eine Fahrstuhlanlage diskutiert. Grund: Kinder mit Behinderungen können sonst bestimmte Fachräume im Obergeschoss nicht erreichen.

Im Gymnasium gibt es bereits jetzt einen abgehängten Trakt mit Containerklassen. Das Provisorium besteht seit gut zehn Jahren. 2020 greift dann die Rückkehr zu G9. Das bedeutet einen kompletten zusätzlichen Jahrgang. Ein Neubau könnte beispielsweise auf dem Gelände der Container erfolgen. Für die Stadt wäre das aber eine Millioneninvestition.

Wie es mit den Schulen weitergeht, das diskutieren übrigens Bau- und Schulausschuss in einer gemeinsamen Sitzung am 21. August. Ziel: die Suche nach kostengünstigen Kompromissen.

Jasper Rittner Redaktionsleitung / Redaktion Westerstede
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