Westerstede /Augustfehn Landrat Jörg Bensberg hat im Kreishaus eine ungewöhnliche Ausstellung eröffnet: Die Ausstellung „Zivilcourage im Museumskoffer“ kann vom 1. Juni bis zum 5. Juli zu den regulären Öffnungszeiten der Behörde besucht werden.

Schülerinnen und Schüler der Oberschule Augustfehn haben Koffer mit charakteristischen Dingen für sieben mutige Persönlichkeiten gepackt, die sich gegen Willkür und Gewalt zur Wehr gesetzt haben: den Bürgerrechtler Martin Luther King, den Theologen Dietrich Bonhoeffer, den Pastor Paul Schneider, den Pater Maksymilian Maria Kolbe, die Widerstandskämpferin Sophie Scholl, die Umweltaktivistin Julia Hill und die Gründerin der internationalen Aids-Hilfe „Stern der Hoffnung“ Lisette Eicher. Anhand der Materialien aus den „Museumskoffern“ – wie Pistolen, Briefe oder Tagebucheintragungen – und mithilfe der Erläuterungen über Kopfhörer kann sich jeder Besucher visuell und auditiv ein Bild über die ausgesuchten Personen verschaffen. Kirstin Finschow hat als Religionslehrkraft die didaktische Leitung dieses Projektes übernommen, Nico Gillner war die Lehrkraft des Wahlpflichtkurses „Multimedia Control“.

„Ich finde es genauso richtig wie wichtig, diese Mutbürgerinnen und Mutbürger immer wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und möchte mich deshalb bei Euch allen ausdrücklich bedanken“, würdigte Landrat Jörg Bensberg die Arbeit der Schülerinnen und Schüler. „Denn Zivilcourage ist für unsere demokratische Gesellschaft unerlässlich. Sie beginnt schon mit der Bereitschaft, eine eigene Meinung zu vertreten, auch schon im Alltäglichen mutig für seine Überzeugungen und Werte einzustehen – und nicht erst, wenn es darum geht, Menschen zu helfen, die in Not oder Gefahr sind, auch wenn es in dieser spannenden Ausstellung mehr um diesen Teil der Zivilcourage gehen wird.“

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