Ofenerfeld Wenn die Ofenerfelder, Heidkruger oder Metjendorfer Senioren an das Heinrich-Kunst-Haus denken, dann denken viele von ihnen auch an ihre Helma: Sie ist das „Herz des Hauses“ und mit ihren „Plattsnackern“ seit 20 Jahren fester Bestandteil des dortigen Veranstaltungskalenders. Einen Dank für ihr jahrelanges Engagement überreichten ihr am Dienstagnachmittag Uwe Krummacker, Erster Vorsitzender des Ortsbürgervereins Ofenerfeld-Heidkamp-Metjendorf, und Hajo Kraß, Zweiter Vorsitzender.

Einziges Ehrenmitglied

„Helma weiß einfach alles über unsere Gemeinde – und ist noch immer sehr aktiv im Verein engagiert“, berichtet Krummacker. Deshalb sei sie bereits im Vorjahr als einziges Ehrenmitglied des Ortsbürgervereins ausgezeichnet worden. Zur Ruhe gesetzt habe sich die 85-Jährige aber trotzdem nicht: Ihr Brotteig für das Stockbrotbacken im Ferienpass-Programm sei unverzichtbar, lacht der Vorsitzende. Ebenso ihr Plattsnacker-Nachmittag.

Ein Doppelter Grund zum Feiern

Seit 20 Jahren gibt es auch das Heinrich-Kunst-Haus als Veranstaltungsort, in dem Helma ihre plattdeutschen Gesprächsrunden regelmäßig abhält. Das Haus wurde im August 1996 eingeweiht.

Gefeiert wird das 20-jährige Bestehen am kommenden Sonnabend, 13. August, ab 17 Uhr im Sandweg 22 in Ofenerfeld.

Für Musik sorgt die Akkordeongruppe Rastede zusammen mit „De Plattsingers van’n Möhlenhoff“ am Abend. Außerdem gibt es Spielangebote für Kinder sowie ein Grillbüfett. Bei gutem Wetter findet die Feier draußen statt.

„Sie macht 20 Veranstaltungen im Jahr mit jeweils 15 bis 20 Teilnehmern – und das schon seit 20 Jahren“, berichtet Kraß beeindruckt. „Es ist immer volles Haus, wenn Helma einlädt.“

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Programm mitgestalten

Und das kommt nicht von ungefähr – für jede Veranstaltung sucht Helma neue plattdeutsche Geschichten und Gedichte aus, backt genug Stuten und Kuchen für alle Gäste und deckt den Kaffeetisch ein. „Früher hab’ ich das noch alleine gemacht“, erinnert sich Helma. „Mittlerweile brauche ich beim Eindecken der Tische etwas Hilfe.“ Verändert habe sich zu früher auch die Veranstaltungszeit. „Wir haben uns sonst immer abends getroffen“, berichtet sie. „Aber weil die Besucher ja mitaltern, haben wir die Treffen auf nachmittags verschoben.“

Damit es auch nicht langweilig werde, könne jeder Gast natürlich das Programm selbst mitgestalten. „Man kann selbst ein Buch mitbringen oder wir unterhalten uns über das, was in der Gemeinde passiert“, verrät Agnes Jeeren. Die 82-Jährige ist seit Helmas erster Plattsnacker-Veranstaltung mit dabei. „Zuhause spreche ich kein Platt, als Kind aber habe ich es gesprochen. Da wäre es doch schade, wenn das verloren geht.“

Mit Helma Neumann aber kann das Plattdeutsche gar nicht in Vergessenheit geraten – auf sie ist schließlich Verlass: „Nur ein einziges Mal ist ein Nachmittag ausgefallen“, weiß sie noch. „Wegen Glatteis.“ Und auch in Zukunft möchte sie ihre Plattsnacker weiter begleiten – „auf 20 weitere Jahre“, wünschen sich zumindest Kraß und Krummacker.

Désirée Senft Volontärin / NWZ-Redaktion
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