Apen „One apple and a banana, please“, heißt es an der Grundschule Apen im englischen Dorf. In ausschließlich englischer Sprache Obst- und Gemüse, Brötchen oder sogar Tiere kaufen? Was selbst für einige Erwachsene schwer ist, üben die Viertklässler aller Grundschulen in der Gemeinde Apen mit einer Marktplatzsituation aus England. Neuntklässler der Oberschule Augustfehn mimen die Verkäufer, während die Schüler der Grundschulen auf dem Markt „einkaufen“. Die Viertklässler haben eine Checkliste. Sie müssen alle Stationen besuchen und bekommen dafür Stempel.

Für die Oberschüler war der Verkauf auf Englisch einfacher. „Wenn man es ein oder zwei Mal gemacht hat, ist das ganz leicht“, erklärt Sophie, die Gemüse und Obst verkauft. „Unsere Aufgabe ist es, die Rolle der Muttersprachler einzunehmen“, sagt der Augustfehner Lehrer Benjamin Surberg. Bei schwierigen Wörtern oder wenn einem Grundschüler das englische Wort partout nicht einfällt, sind sie zur Stelle und animieren die Kinder. „Die helfen uns auch, wenn wir etwas falsch machen“, sagt der Grundschüler Kimo. Sein Lieblingsshop ist die Bäckerei, denn dort gibt es Brötchen, die die Kinder anschließend essen können.

Hintergrund der Aktion ist es, den Schülern Sprachpraxis fernab vom Englischunterricht zu bieten und zu zeigen, was sie schon können. „Sie gehen dann stolz nach Hause“, sagt Björn Becker, Schulleiter der Grundschule Apen. In der dritten Klasse beginnt der Unterricht der ersten Fremdsprache an den Grundschulen in Niedersachsen – an den Marktständen kommt das Gelernte dann zum Einsatz.

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Das englische Dorf mit dem Namen „Jaanstown“ – eine Kombination der Anfangsbuchstaben aller Grundschulen – wurde in diesem Jahr zum dritten Mal in der Pausenhalle aufgebaut. Und schon jetzt haben die Schüler Ideen für das nächste Jahr. „Es gibt den Wunsch der Kinder, ob es nicht auch eine Polizeistation geben könnte“, so Becker. Wenn das Spielgeld dann abhanden kommt, können sie sich auf Englisch an die „Police“ wenden.

Anna-Lena Sachs Redakteurin / Online-Redaktion
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