HOLLEN 24 ehemalige Schüler und Schülerinnen trafen sich in Hollen und erinnerten sich an die Vergangenheit. Besonders Lehrer Brand war allen Ehemaligen positiv im Gedächtnis.

Von Martin Ohm HOLLEN - „Wenn wir nach der Schule unseren Lehrer trafen und die Mütze nicht abnahmen, bekamen wir das am nächsten Tag zu spüren“, erinnert sich Walter Stigge schmunzelnd an Hermann Brand, den einzigen Lehrer an der Hollener Schule. Stigge ist einer von 24 ehemaligen Schülern, die in der Zeit von 1944 bis 1952 eingeschult wurden und sich zum Klassentreffen im Gasthof Janßen zusammenfanden. Alle Altersstufen gingen zusammen in einen Klassenraum. „Es gab einen kleinen Nebenraum, in dem fand der eigentliche Unterricht klassenweise statt. Im Hauptraum musste der Großteil der rund 30 Schüler währenddessen Aufgaben lösen“, erzählt Marlene Harms, die vier Jahre an der Hollener Schule lernte.

Die Schule wurde gegründet, um den Schülern, die in Hollen wohnten, die weiten Wege zu anderen Schulen zu ersparen. So beteiligten sich damals auch die Gemeinden, die Hollen umgeben (Wiefelstede, Zwischenahn und Westerstede) am Bau der Schule.

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Es wurde ein Lehrer eingestellt und dieser prägte das Schulbild über Jahre hinweg. „Wir haben über den Schulstoff hinaus vieles über die Natur und das Leben auf dem Land von Herrn Brand gelernt“, bemerkt Erika Ovi, „seine Aktivitäten prägten zudem das Hollener Ortsbild, so wie es heute erscheint.“ Zahlreiche Bäume pflanzten die Schüler damals zusammen mit ihrem Lehrer und dem Revierförster Coring. In besonderer Erinnerung ist aber der Schulgarten geblieben: „Der wurde jeden Tag gepflegt und sah immer tipptopp aus“, erzählt Stigge. Überhaupt spielten tägliche Rituale eine wichtige Rolle, allmorgendlich mussten die Schüler über den Niederschlag und die aktuelle Windrichtung berichten. Bevor der Unterricht begann, wurde dann noch ein Lied gesungen. „Wir hatten damals noch Respekt vor dem Lehrer – er hat uns geführt“, sieht Marlene Harms einen großen Unterschied zum heutigen Lehrer-Schüler-Verhältnis.

Harms hatte zusammen mit Gerd Westie, Hermann Bollmann und Hella Kirchner das Klassentreffen organisiert. Die Adressen der Ehemaligen herauszufinden, erwies sich dabei als unkompliziert: „Der eine kennt den, der wiederum den. So fügt sich eines zum andern“, erzählt Gerd Westie. Von Hamburg bis nach Aachen hatten sich die Hollener Schüler von damals verstreut. Doch die meisten wohnen noch in der Umgebung.

Ein Blick auf das alte Schulgebäude, das sich nun im Privatbesitz befindet, war obligatorisch. Die Schule wurde 1972 geschlossen, doch zumindest in den zahlreichen Gesprächen zwischen den Ehemaligen wurde sie für einige Stunden noch einmal geöffnet.

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