Bad Zwischenahn Lena Ahlers (12) und Hannes Ganders (12) sind zwei von über 70 Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht, deren Begabungen und Fähigkeiten in zwölf verschiedenen Angeboten besonders gefördert werden. Am Dienstag nahmen sie mit weiteren Fünft- und Sechstklässlern an dem Seminar „Optische Täuschungen“ teil, das dass Gymnasium in Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg angeboten hat. „Wir bieten diesen Workshop im Rahmen unserer Hochbegabtenförderung an“, sagt Malte Hümme, Lehrer und Beauftragter für Begabtenförderung der Landesschulbehörde. Marie Nienaber studiert Biologie und Englisch an der Universität Oldenburg im ersten Semester und hat das Lehrmaterial für das Seminar entwickelt.

Weitere Seminare der Förderung beschäftigen sich u.a. mit Biomechanik, Street-Art, Öl im Meer und Groove (eine besondere Musikrichtung). Neben einer besonderen Flexibilität im Denken und sehr originellen Ideen zeichnen sich die Schüler in der Hochbegabtenförderung durch ihre hohe Konzentrationsfähigkeit und ein außergewöhnliches Beharrungsvermögen bei selbst gestellten Aufgaben aus, so die Förderer. Zudem würden viele Hochbegabte eine große Teamfähigkeit und hohe soziale Kompetenz aufweisen, so Malte Hümme.

Größere Herausforderung

„Es ist komisch bei mir, dass ich gar nicht so viel lernen muss, aber ich höre auch gern im Unterricht zu“, sagt Lena. Und Hannes findet die Begabtenförderung „cool“, der Unterricht macht ihm immer sehr viel Spaß. „Und ich kann gut reden“, erklärt er.

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Beide gehen auch mal in ein „Mathe-pull-out“ Seminar, wo mit Schülern bis zur Zehnten gemeinsam Mathematik unterrichtet wird. Sie werden aus dem „normalen“ Unterricht rausgezogen (pull out), um sich größeren mathematischen Herausforderungen zu stellen. Sie arbeiten auch mal einen „Achtstunden-Unterricht-Tag“ ab.

„Natürlich nehmen wir immer die Pausen voll in Anspruch“, stellen beide klar. Lena nutzt die Pausen zum Lesen. Nun könnte man glauben, dass sie Fachliteratur in dieser Zeit verschlingt. „Ich lese gern und viel, aber meistens Fantasiegeschichten aus der Mythologie und der Götterwelt“, hält sie dagegen. Hannes ist nach eigenen Worten erst sehr spät zum Lesen gekommen und ist zurzeit ein Karl-May-Fan. In der Freizeit ist er Judo-Kämpfer.

Eigentlich unterscheiden beide sich nicht von den anderen Kindern in ihrem Alter. Dem Vorurteil, dass alle Hochbegabten Musterschüler bzw. Streber und Ehrgeizlinge sind, widersprechen die beiden total. Sie helfen auch gern anderen Mitschülern, wenn die mal „nicht so gut drauf sind“. „Manchmal kann es ein Mitschüler vielleicht besser erklären als der Lehrer“, meint Hannes.

Nicht immer Note „Eins“

Auch schreiben sie in Klassenarbeiten nicht immer eine „Eins“. „Bis zu einer ,Drei’ ist es noch ok, eine ,Vier’ ist unangenehm“, sagt Lena. In Englisch, das sie nicht so gut beherrscht, stecke sie eine Durchschnittsnote besser weg als in Naturwissenschaften. Und Hannes „hat keine Lust, schlechte Noten zu schreiben. Ich mag es, wenn Lehrer mich fördern und fordern“. Er kann nach eigenen Worten gut Aufsätze formulieren, aber bei der Rechtschreibung „hapert“ es ein bisschen.

Eine Niederlage macht beiden nichts aus. „Ich stehe am nächsten Morgen wieder auf und fang vorne wieder an“, sagt Hannes. „Ein Misserfolg spornt mich geradezu an, es wieder besser zu machen“, äußert auch Lena.

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