Bad Zwischenahn 1, 2, 3, 4, 7, 10 – was sich liest wie die Lottozahlen, sind die Kinder an den Grundschulen der Gemeinde, die am Donnerstag die Betreuung in Anspruch genommen haben. Wie berichtet, hatte der Landkreis Ammerland aufgrund der Witterung den Unterricht an allgemein- und berufsbildenden Schule abgesagt.

Drei Kinder hatten den Weg in die Grundschule Petersfehn gefunden. „Zwei davon hätten nicht müssen, wollten aber unbedingt“, berichtet Schulleiter Jörn Gruse. Sie erwartet hier immerhin ein Angebot mit Basteln und Spielen. Immerhin fünf Kinder waren um 8 Uhr in Rostrup zu betreuen, vier der Grundschule Rostrup, eines der benachbarten Christophorusschule. Dass es bei rund 300 Schulkindern nur so wenige waren, sieht Schulleiter Patrick Wulf vor allem in der Lage des Tages direkt nach den Ferien begründet. Sonst seien es bei witterungsbedingten Schulausfällen deutlich mehr Kinder. „Wenn ich bedenke, welche Wege unser Schulbus durchs Moor fährt, kann ich die Entscheidung des Landkreises aber nachvollziehen“, meinte Wulf trotz weitgehend freier Hauptstraßen am Donnerstagmorgen.

Aus der Tatsache, dass nur so wenige Kinder in der Betreuung seien, dürfe man allerdings keine falschen Schlüsse ziehen, betont Rolf Garbin. Der Leiter der Grundschule am Wiesengrund weiß aus zahlreichen Elterngesprächen, dass es für berufstätige Eltern immer schwierig sei, Kinder auch außerhalb der Ferien betreut zu wissen. Manche Eltern würden „sich ein Bein ausreißen, um eine Betreuung für ihre Kinder zu Hause zu organisieren“. Solche Brückentage bekämen die meisten dann noch hin, weshalb an seiner Schule auch nur zwei Kinder zu betreuen waren. Aber es sei sicher wieder ein Tag mehr, der den Eltern Probleme bereite.

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Erleichtert habe die Organisation, so Petra Janßen-Friedrich, die frühzeitige Ankündigung des Schulausfalls am Mittwochnachmittag. So hätten Eltern noch private Betreuung organisieren können, weiß die Leiterin der Erwin-Roeske-Grundschule. Sie und ihre Kolleginnen hatten am Standort Elmendorf kein Kind, in Aschhausen sieben zu betreuen. Vier davon blieben auch über Mittag in der Ganztagsbetreuung. Denn gerade eine längere Betreuung alternativ zu organisieren falle Eltern oft nicht leicht.

Vergleichsweise viel los war an der Grundschule Ofen. Zehn Kinder nahmen hier nach Auskunft von Schulleiterin Barbara Schwarte das Angebot an, Bücherei, Bastelecke und Pausenspiele für sich zu haben. Habe man früher noch Telefonketten in Gang gesetzt, seien heute nahezu alle Eltern durch Zeitung, Internet und Radio über den Unterrichtsausfall informiert gewesen.

Kein Thema war die Betreuung an den weiterführenden Schulen: „Eine Schülerin war da“, berichtet Realschulleiterin Renate August. „Sie konnte aber gleich wieder abgeholt werden.“ An der Hauptschule und am Gymnasium Bad Zwischenahn ein ähnliches Bild: „Wir hätten genügend Lehrer da gehabt, um 200 Schüler zu betreuen“, meinte Schulleiter Peter Röben schmunzelnd. Gekommen sei aber keiner. Selbst Eltern der Sprachlernklassen, in denen Kinder ausländischer Familien unterrichtet werden, seien offensichtlich alle über den Unterrichtsausfall informiert gewesen. Für die Lehrer standen somit eine Dienstbesprechung, Aufräumen und Vorbereitung des Unterrichts. Denn der folgt trotz verlängerter Weihnachtsferien auch für die Kinder auf jeden Fall.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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