Petersfehn „Es kommt mir nicht vor wie 30 Jahre, vielleicht wie die Hälfte“, sagt Uwe Seitz über seine Arbeit als Jugendpfleger in Petersfehn. Vielleicht liegt das auch daran, dass sich die Jugendarbeit im Laufe der Zeit immer wieder verändert hat.

Als er 1986 die Arbeit aufgenommen hat, sollten die Jugendlichen von der Straße geholt werden. Angesprochen worden seien deshalb Mädchen und Jungen zwischen 13 und 21 Jahren, denen mit dem Jugendzentrum eine „elternfreie Zone“ geboten werden sollte, erzählt Seitz.

Heute sehe die Jugendarbeit anders aus, betont der 65-Jährige: „Wir setzen ganz unten an. Mit verschiedenen Programmen gehen wir gezielt auf Kinder und Jugendliche zu.“ Im JuZ Petersfehn gebe es zum einen den „offenen Bereich“, in dem sich die Jugendlichen treffen und Billard, Darts oder am Tischkicker spielen können. Darüber hinaus werden altersgemäße Aktionen angeboten: Filmpräsentationen, die Hausaufgabenbetreuung, Fußballturniere, Tagesausflüge, Jugendfreizeiten und einiges mehr.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Neben einem vielseitigen Angebot ging es Seitz immer aber auch darum, für die Jugendlichen da zu sein, ihnen Denkanstöße, Hilfestellung bei Problemen oder der Lebensplanung zu geben. „Die Jugendlichen hinterfragen heute mehr als früher. Sie wollen in der Regel wissen, mit wem sie es zu tun haben, bevor sie sich öffnen oder auch an Entscheidungen beteiligt werden“, sagt Seitz. Es sei wichtig, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Das gelinge aber erst, wenn man sich besser kennen gelernt habe.

Am 1. April wird Uwe Seitz in den Ruhestand gehen. Bei seiner offiziellen Verabschiedung der Gemeindeverwaltung dankte ihm Bürgermeister Dr. Arno Schilling für sein Engagement und die vielen Ideen, die er in seine Arbeit eingebracht und so die Jugendpflege in Petersfehn entwickelt habe.

Am Freitagabend wurde dann gefeiert: Im JuZ hatten sich viele aktuelle und ehemalige Weggefährten eingefunden, um auch ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen.

Mit dem Ruhestand hört die Arbeit für Uwe Seitz nicht auf: „Ich werde mich weiter ehrenamtlich einbringen, wahrscheinlich in der Hausaufgabenbetreuung. Ich bin von Beruf Jugendlicher, das legt man nicht so einfach ab.“

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.