Laster umgekippt – Sperrung der A1
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Hankhausen Hilfe für heimische Fledermäuse: Die Falkenaugen, die Jugendgruppe des Hegerings Ras­tede-Nord, haben 16 Fledermauskästen gebaut, die jetzt im Eichenbruch in Hankhausen aufgehängt wurden.

Hegeringleiter Lutz Wemken erläutert den Hintergrund der Aktion: „Seit den 1950er Jahren sind die Fledermausbestände bei uns massiv zurückgegangen, denn viele ihrer Quartiere wurden und werden unwissentlich zerstört.“

Fledermäuse haben ihre Schlafplätze meist in alten Baumhöhlen, Gebäudespalten oder auf Dachböden, sagt Wemken. In der heutigen Zeit würden solche Rückzugsplätze jedoch immer weniger. Viel zu oft werde das Totholz mit den darin wichtigen Höhlen und Spalten aus den Wäldern geholt, um als Brennholz genutzt zu werden. Auch würden neuere Gebäude keinen Unterschlupf mehr bieten, da es wegen des energetischen Schutzes keine Spalten mehr gibt, in denen sich die Fledermaus verstecken kann, sagt Wemken.

Aus diesem Grund überlegten sich „Die Falkenaugen“, dass sie die heimischen Fledermausarten unterstützen möchten. Schnell sei klar gewesen, dass eine Art von künstlicher Höhle gebaut werden sollte.

Die Kinder informierten sich im Internet und stießen auf eine Bauanleitung für einen Fledermauskasten. Mit dem Geld, dass die Gruppe für den Gewinn des Bundeswettbewerbes „Gemeinsam Jagd erleben 2017“ von der Jägerschaft Ammerland bekommen hatte, wurde das Material beschafft.

Beim Bau der Kästen bekamen die Kinder Unterstützung von den Erwachsenen. Sie übernahmen die Sägearbeiten. In die Rückwände der Kästen wurden kleine Rillen gesägt, damit die Fledermäuse nicht abrutschen können. Zum Schluss wurde mit einem Brenneisen noch ein Hirschkopf in jede Vorderwand gebrannt, damit die Fledermauskästen der Gruppe erkannt werden können.

Die 16 gebauten Kästen hängen jetzt im Eichenbruch in Hankhausen. Es wurde darauf geachtet, dass die Unterkünfte in Richtung Süd-Ost ausgerichtet sind. Da die Fledermäuse die Kästen von unten anfliegen und sich zum Losfliegen fallen lassen, wurden die Behausungen in einer Höhe von vier Metern aufgehängt, erläutert Wemken. Den Kindern sei dabei aber schon etwas mulmig zumute gewesen.

„Die Aktion hat uns wieder gezeigt, dass mit einem kleinen Budget viel für den Artenschutz getan werden kann. Die Falkenaugen würden gern noch weitere Naturschutzaktionen durchführen. Oft fehlen uns leider die Mittel, da wir auf Spenden oder unsere eigenen kleinen Verkaufsaktionen angewiesen sind“, sagt Wemken.

Frank Jacob
Rastede/Wiefelstede
Redaktion Rastede

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