Edewecht /Hannover Die Edewechter Astrid-Lindgren-Schule (ALS) ist für ein besonderes Projekt erneut ausgezeichnet worden: Für die Dokumentation „Die Kriegsgräberstätte Edewecht“ erhielt das sonderpädagogische Förderzentrum einen dritten Preis (400 Euro) beim niedersächsischen Schülerfriedenspreis 2012. Die ALS war die einzige Förderschule unter den acht Preisträgern, die Kultusminister Bernd Althusmann am Dienstag im Gästehaus der Landesregierung ehrte.

„Wir freuen uns riesig über diesen Erfolg. Der dritte Preis ist ein tolles Ergebnis“, strahlte ALS-Schulleiter Dr. Arend Lüschen, der mit den ALS-Lehrern Wiebke Meyer und Andreas Thaler sowie den ALS-Schülern Michelle Janßen, Alexandra Schmidt und Robin Schmitthus und dem ehemaligen ALS-Schüler Jan Scholte in Hannover war. Begleitet wurde die Delegation von Marco Wingert, dem Schulreferenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. In Hannover trafen die Edewechter anlässlich der Ehrung auch Karl Schrader. Der Einbecker war als junger Soldat am Kriegsende verwundet und auf einem Hof in Husbäke gepflegt worden. Anregt durch die NWZ -Berichterstattung über das ALS-Gräberprojekt hatte er sich als Zeitzeuge gemeldet und so nach über 65 Jahren wieder Kontakt zu der Familie Scholte aus der Edewechter Bauerschaft erhalten. Dessen Sohn Jan gehörte auch zu den ehemaligen ALS-Zehntklässlern, die sich am Kriegsgräberprojekt beteiligten.

Kultusminister Althusmann betonte, dass die zahlreichen hervorragenden Einsendungen für den Wettbewerb gezeigt hätten, dass Themen wie Extremismusprävention, Völkerverständigung und Integration an den Schulen einen hohen Stellenwert hätten. Die Hälfte aller Einsendungen beschäftigte sich mit Erinnerungsarbeit, einem Thema, das man gerade vor dem Hintergrund der Verbrechen der rechtsextremen Terrorgruppe NSU weiter intensiv schulisch bearbeiten solle.

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„Durch das Kriegsgräberprojekt wollen wir den im Krieg umgekommenen Menschen ein Gesicht geben“, sagte ALS-Schulleiter Lüschen. Den ALS-Schülern solle so die vorstellbaren Grausamkeiten der Kriege verdeutlicht werden. Außerdem wolle man mit dieser Erziehungskultur als Unesco-Schule einen Beitrag zur Völkerverständigung, zur Friedenserziehung und zur Vorbeugung von Gewalt leisten.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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