Apen „Ich kann einfach nicht fassen, dass rund 25 Prozent der einschulfähigen Kinder dieses Jahr nicht in die Aper Grundschule eingeschult werden“, sagt ein Familienvater aus Apen. „Nach Informationen aus den Kindergärten gibt es 60 Kinder im schulfähigen Alter, aber laut Schulleitung würden nur 40 Kinder eingeschult. Mich würden die Gründe dafür interessieren. Hat das eventuell damit zu tun, dass man nicht drei, sondern nur zwei Grundschulklassen in Apen bilden will?“.

Außerdem habe er erlebt, wie für ein Kind, bei dem der Kindergarten, das Gesundheitsamt und Eltern die volle Schulfähigkeit attestierten, ein Fördergutachten zur sonderpädagogischen Unterstützung angeregt wurde. Der Familienvater vermutet, dass dieses bei vielen Kindern erfolge, um so eine Einschulung in die Grundschule zu vermeiden und um Leistungen in Form von Förderstunden zu erhalten.

Unterschiedliche Größen

„Unser Schulkindergarten ist jedes Jahr unterschiedlich groß. Es gibt Jahre, da besuchen ihn viele Kinder und andere, da sind es wenig oder gar keine“, erläutert Doris Siefert aus dem Schulamt bei der Gemeinde Apen. Eingeschult worden seien für das laufende Schuljahr 96 Mädchen und Jungen aus dem Gemeindegebiet, elf davon würden derzeit den Schulkindergarten in Nordloh besuchen.

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Wie viele Kinder in diesem Jahr zurückgestellt würden, stehe noch nicht fest, da alle Beurteilungen der Kinder noch nicht abgeschlossen seien, so Siefert. Diese Zahlen müssten bald vorliegen. Schulpflichtig würden im Gemeindegebiet 2017 110 Kinder, davon 56 Kinder in Apen.

Wie Siefert ferner ausführte, würden Schulkindergartenklassen bis zu 20 Kinder umfassen. Wenn mehr als 20 Kinder vom Schulbesuch zurückgestellt würden, werde eine zweite Klasse eingerichtet. Derzeit sei der Schulkindergarten an der Grundschule Nordloh untergebracht. Ob das auch im kommenden Schuljahr der Fall sei, stehe noch nicht fest.

Bei Einschulung jünger

Dass möglicherweise im nächsten Schuljahr mehr Kinder die Vorschule besuchten, könne damit zusammen hängen, dass Kinder bei der Einschulung jünger würden. Früher wurden Kinder berücksichtigt, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. Juni sechs Jahre alt waren, heute seien es Mädchen und Jungen, die zwischen dem 1. Oktober und 30. September sechs Jahre alt würden. Ob ein Kind schulfähig sei, so Siefert, entscheide letztendlich die jeweilige Schule. Empfehlungen gäben der Kindergarten, das Gesundheitsamt und die Eltern.

Auch Apens Schulleiter Björn Becker verwies darauf, dass die Zahl der Zurückstellungen noch nicht fest stehe. Was den Bedarf an Lehrkräften beträfe, sei es egal, ob zwei Grundschulklassen und eine weitere Schulkindergartenklasse eingerichtet würden oder drei Grundschulklassen. Förderbedarf würden, so Becker, Kinder erhalten, wenn deren geistige Entwicklung oder deren körperlich-motorische Entwicklung nicht altersgerecht sei. Wie der Schulleiter ferner sagte, könnten Kinder durchaus schulfähig, aber z.B. im Bereich Sprache noch nicht ausreichend entwickelt sein. Dann gäbe es sowohl die Möglichkeit, dass Kind in der Grundschule aufzunehmen oder zur weiteren Förderung in eine Sprachheilklasse zu schicken.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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