WIEFELSTEDE Ich möchte jetzt einmal von der Einrichtung erzählen, in der ich für ein Jahr im Herzen der kolumbianischen Stadt Medellin arbeite. Die „Fundacion Arca Mundial“ ist eine Waldorfschule. Unterstützt wird sie von den „Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners“. 56 behinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene besuchen diese Einrichtung täglich von Montag bis Freitag. Die Idee der „Fundacion Arca Mundial“ entstand 1997, als die Behörden spezielle Schulen für Menschen mit Behinderungen zu schließen begannen, um sie in reguläre Schulen einzugliedern. Eine Gruppe von Menschen um das Ehepaar Juan Restrepo Florez und Sandra Domínguez Rendón entschied, im anthroposophischen Zentrum „Micael“ eine Nachmittags-Arbeit mit behinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ins Leben zu rufen. Dadurch, dass sich die regulären Schulen oftmals weigerten, behinderte Menschen aufzunehmen, entstand ein Projekt, das sich zum Ziel setzte, diesen Menschen eine ganzheitliche Bildung zu ermöglichen.

Mit einer im Jahr 2000 gegründeten Stiftung und der Hilfe durch die „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“ wurde 2002 ein Grundstück gekauft, auf dem heute in einem Haus Klassenzimmer, Tischlerei, Weberei, Bäckerei, Küche und ein Garagenladen untergebracht sind.

In der Schule gibt es insgesamt sechs Klassenzimmer. In drei davon wird mehr oder weniger unterrichtet und gespielt. Dort befinden sich die Kinder mittleren Alters ( 8 bis etwa 19). In einem anderen Klassenzimmer wird den ganzen Tag gespielt und im Garten gearbeitet, das sind unsere jüngsten im Alter von 3 bis 7. Und die letzten beiden Klassenzimmer sind die Weberei und die Schreinerei, in denen ich arbeite. Dort sind die Ältesten untergebracht, im Alter von 15 bis 30 Jahren. In der Weberei werden Gürtel und Taschen gewoben oder Armbänder geknüpft. Doch alleine können viele unserer Schützlinge nicht arbeiten, deswegen erhalten viele auch Einzelbetreuung.

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In der Weberei und Schreinerei arbeiten die meisten Lehrer und Freiwilligen. Wir haben 10 Lehrer, von denen zurzeit drei in der Weberei und Schreinerei arbeiten. Eine Lehrerin unterrichtet Kunst in Einzeltherapie und gibt jeder Klasse einmal die Woche Tanzstunden. Eine andere Lehrerin ist als Therapeutin angestellt. Die restlichen Lehrer haben alle ihre eigenen Klassen.

In meinen ersten Wochen hatte ich ziemliche Schwierigkeiten bei der Arbeit, weil ich die zu Betreuenden nicht kannte und auch überhaupt nicht wusste, wie ich mit ihnen umgehen sollte. Aber langsam wird es besser, ich fühle mich total wohl in der Weberei und habe auch schon ein paar Ideen für neue Projekte. So möchte ich gerne mit einer der zu Betreuenden aus der Weberei jede Woche ein wenig Musik machen, da sie sehr stark darauf reagiert, denn ich glaube, dass man das fördern muss. Zudem möchte ich ein Tanzprojekt mit mehreren Schülern anstoßen, aber ich weiß noch nicht genau,wie sich das realisieren lässt. Denn eigentlich fehlt der Platz dafür. (wird fortgesetzt)

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