HUSBäKE Ihre Mutter Petra pflegt noch heute eine Freundschaft, die während ihres eigenen Auslandsjahres 1989/90 im kanadischen Winnipeg begann. Auch Manon Lausch hofft, dass Beziehungen zu Menschen, die ihr in Iowa ans Herz gewachsen sind, möglichst lange bestehen. Fast ein Jahr lebte die 17-jährige Gymnasiastin aus Husbäke im Mittleren Westen der USA, kürzlich kehrte sie zurück und konnte in dieser Woche gleich einen amerikanischen Freund empfangen: Schulkamerad Tyler Frankhouse war gekommen, um Manon zu besuchen und Land und Leute kennenzulernen.

„Ich habe von diesem Auslandsjahr stark profitiert und kann jedem nur so etwas empfehlen“, sagt Manon, die über eine Austauschorganisation nach Cedar Rapids in den US-Bundesstaat Iowa kam. Die Stadt wurde nach dem Cedar River benannt und ist etwa so groß wie Oldenburg. „In diesen elf Monaten habe ich vieles gelernt, bin wesentlich selbstständiger und selbstbewusster geworden und kann jetzt viel leichter auf Menschen zugehen. Es macht mir überhaupt nichts mehr aus, vor einer großen Gruppe Menschen sprechen zu müssen“, sagt die 17-Jährige, die an ihrer Schule in Iowa, der Linn Mar High School, zum Contest-Speech-Team gehörte. Dort beschäftigt man sich mit Rhetorik und freier Rede, was benotet wird. Manon gelang es sogar, sich für einen Speech-Wettbewerb auf Bundesstaaten-Ebene zu qualifizieren und berichtete dabei in launiger Manier auf Englisch vor vielen Zuhörern über den Alltag eines Austauschschülers.

Die Schule hätte ihren US-Alltag bestimmt. „Denn Schule steht in den USA nicht nur für Unterricht, sondern auch für viele Freizeitaktivitäten wie z.B. Sport“, sagt Manon, deren amerikanischer Gastvater Flugzeug-Software entwickelte und deren Gastmutter ehrenamtlich in einer Drogenberatungsstelle arbeitet. Zu ihrer US-Familie gehörte auch ein 16-jähriger Gastbruder.

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In Iowa besuchte Manon, die die Sprache Englisch und die amerikanische Lebensart sehr mag, die Abschlussklasse (12. Klasse) der High School. Dort erhielt sie einen amerikanischen Abschluss und könnte nun in den USA studieren. Doch ab Anfang August drückt sie in Deutschland wieder die Schulbank. Nach dem Abitur möchte sie „Internationale Beziehungen“ studieren.

Amerikanische Erinnerungen wurden wieder lebendig, als Schulkamerad Tyler jetzt zu Gast war. Inzwischen fuhr der 17-Jährige weiter zu seiner und Manons gemeinsamer Freundin Clara, einer jungen Ravensburgerin, die ebenso wie eine junge Russin, eine Ägypterin und eine Thailänderin zeitgleich mit Manon in Cedar Rapids ein Auslandsjahr absolvierte.

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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