Petersfehn Unverständnis über die Untätigkeit der Gemeinde herrscht bei Eltern aus Petersfehn, deren Kinder im Sommer vom Kindergarten in die Grundschule wechseln. Für einige kann die Gemeinde keinen Platz im Hort anbieten. Dass Bedarf besteht, bestätigt Kita-Leiterin Heike Ahlers: „Sechs Anmeldungen konnte ich nicht berücksichtigen. Drei weitere Anfragen habe ich gleich am Telefon ablehnen müssen.“

Die leer ausgegangenen Eltern seien auf Alternativen wie Tagesmütter verwiesen worden, berichtet Petra Seebeck, eine der betroffenen Mütter. Für sie kaum praktikabel: Könnten die Erstklässler den Hort in den ihnen bekannten Gebäuden (eine Gruppe ist in der Kita untergebracht, eine zweite in der Grundschule) alleine erreichen, sei dies bei einer Tagesmutter kaum möglich. Berufstätigen Eltern sei damit nicht geholfen.

Auch wenn die meisten Eltern mittlerweile Alternativen gesucht haben, beklagen sie das Verhalten der Verantwortlichen: „Die Gemeinde weiß seit drei Jahren Bescheid, dass unsere Kinder eingeschult werden. Die Kindergartenleitung weist seit zwei Jahren auf das Problem hin.“ Das werde nun ausgesessen. Und das sei „traurig für eine Gemeinde, die sich familienfreundlich nennt“, so Manuela Jäger, die kurzfristig noch einen Hortplatz erhalten hat, das Problem aber für ungelöst hält.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Das entsteht, weil die Grundschule Petersfehn ab Schuljahr 2017/18 Ganztagsschule werden soll. Für das Übergangsjahr habe von der ev.-luth. Kirchengemeinde als Träger kein zusätzliches Personal zur Verfügung gestellt werden können, begründete Amtsleiterein Marianne Wagenaar, warum keine weitere Gruppe eingerichtet werden kann. Auch fehle ein Raum, eine Doppelnutzung sei nicht erlaubt. Den Vorwurf, zu spät reagiert zu haben, weist sie zurück. Anders als im Kita-Bereich mit einem Rechtsanspruch könne die Gemeinde bei Horten erst planen, wenn der Bedarf konkret werde.

Was die Eltern auch nicht verstehen: Während andernorts über die Einrichtung weiterer Gruppen zur Kinderbetreuung ab einem Bedarf von fünf Kindern beraten werde, liege diese Grenze in Bad Zwischenahn bei acht Kindern, so Jäger. Diesen „Grundsatzbeschluss des Rates“ bestätigt Wagenaar – ohne Grenzen anderer Gemeinden zu kennen.

Auch die Eltern wissen um den fehlenden Rechtsanspruch, sehen laut Boris Preuss aber einen „moralischen“. Sie erwarten mehr Flexibilität bei der Problemlösung. Eine Möglichkeit: „Wäre die Ganztagsschule schon dieses Jahr gekommen, wäre das Problem gelöst gewesen.“

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.