Rastede Die Schulzeit ist vorbei, doch was jetzt? Nach dem erfolgreichen Abschluss beginnt für viele junge Menschen erst einmal eine Orientierungsphase. Beliebt ist dabei nicht nur das freiwillige soziale Jahr, auch der Bundesfreiwilligendienst wird immer stärker nachgefragt. Bewerben können sich hier Menschen jeden Alters.

Was ist der Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren – im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder im Bereich des Sports, der Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz.

Alle Bürger, die ihre Pflichtschulzeit absolviert haben, können Bundesfreiwilligendienst machen: Junge Menschen nach der Schule, Menschen in mittleren Jahren und Senioren. Alter, Geschlecht, Nationalität oder die Art des Schulabschlusses spielen dabei keine Rolle.

Die Regeldauer des Bundesfreiwilligendienstes beträgt zwölf Monate. Man kann den Dienst aber auch auf sechs Monate verkürzen oder auf 18 Monate verlängern. Maximal möglich sind 24 Monate Dienstdauer.

    www.bundesfreiwilligendienst.de

„Ich habe 2016 mein Abitur bestanden und war unschlüssig, was ich danach machen wollte“, erzählt Jan-Niklas von Häfen. Recht kurzfristig bewarb sich der 18-jährige Rasteder auf eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst, um den sozialen Bereich kennenzulernen. Zum 1. November fing er an der Schule am Voßbarg in Rastede an.

Nach dem Abi ohne Plan

„Ich habe den Unterricht begleitet und die Lehrer unterstützt“, schildert von Häfen. Den Schülern half er bei Fragen weiter und engagierte sich besonders in den Arbeitsgemeinschaften der Schule – vom Tischtennis über Fußball bis hin zum Café am Teich. „Es hat mir sehr gut gefallen und ich könnte mir vorstellen, später darauf zurückzukommen“, sagt von Häfen.

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„Nach meinem Abitur an der Cäcilienschule in Oldenburg hatte ich keinen Plan, was ich machten wollte“, erzählt Nienke Niemeyer. Zur Orientierung entschied sich auch die 18-jährige Oldenburgerin für eine Bewerbung auf eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst. Nach einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch konnte sie zum 1. August 2016 in der Schule am Voßbarg anfangen. „Meine Eindrücke sind sehr positiv“, sagt auch sie nach dem Jahr an der Schule.

Zum ersten Mal hatte die Gemeinde Rastede im vergangenen eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst für die Jugendpflege angeboten. Der 19-jährige Jerome Jeczyk aus Rastede entschied sich nach einer abgebrochenen Ausbildung dafür, diese Stelle anzutreten. „Ich habe das große Fußballturnier der Jugendpflege selber geplant, die Ausschreibung vorbereitet und die Mannschaften eingeladen“, erzählt Jerome Jeczyk.

Außerdem kümmerte er sich darum, dass die Ferienaktionen ins Internet eingestellt wurden und sprach mit Veranstaltern. Und natürlich ging es auch darum, Kontakt zu den Jugendlichen im Jugendzentrum „Villa Hartmann“ aufzunehmen, sie kennenzulernen und sich nachmittags mit ihnen zu beschäftigen. „Das lief alles gut, ich bin vollkommen zufrieden“, sagt Jerome Jeczyk. Besonders freut er sich aber darüber, dass er inzwischen einen neuen Ausbildungsplatz gefunden hat, den er bald antreten wird.

Fünf offene Stellen

Nicht nur bei der Jugendpflege und in der Schule am Voßbarg kann man einen Bundesfreiwilligendienst leisten. Auch Sportvereine und anderen Einrichtungen greifen darauf zurück. Laut einer Datenbank des Bundesfreiwilligendienstes im Internet gibt es zurzeit noch fünf offene Bundesfreiwilligendienststellen in der Gemeinde Rastede. Der Kindergarten am Voßbarg, die Jugendpflege, der TuS Lehmden, die Schule am Voßbarg und die Altenwohnanlage Rastede suchen derzeit noch Freiwillige. Eine gute Gelegenheit für alle, die sich erst einmal orientieren möchten.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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