Bildung
Seit 50 Jahren Experten für Literatur und mehr

Bild: Erhard Drobinski
Das Team des Bücherkellers: Neben den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Angelika Neumann, Ingrid Habl und Christine Wilke gehören auch Ehrenamtliche dazu.Bild: Erhard Drobinski
Keine Freiartikel mehr in diesem Monat.

Bereits NWZ-Abonnent?

Jetzt anmelden

Noch nicht registriert?

Als Abonnent der Nordwest-Zeitung und des NWZ-ePapers haben Sie den vollen Zugriff nach einmaliger Freischaltung bereits inklusive!

Zugang freischalten

Noch nicht registriert?

Als Abonnent der Nordwest-Zeitung und des NWZ-ePapers haben Sie den vollen Zugriff nach einmaliger Freischaltung bereits inklusive!

Zugang freischalten

Edewecht Im Dezember 1968 wurde die Bücherei der lutherischen Kirchengemeinde Edewecht eröffnet. Nachdem dieses Jahr jeden Monat eine Veranstaltung zu verschiedenen Themen wie z.B. Spiele vor 50 Jahren oder Bilderbuchkino und mehr angeboten wurden, fanden jetzt die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum statt. Dazu gehörten ein Gottesdienst in der St.-Nikolai-Kirche und ein Empfang im Gemeindehaus.

Viele Ehrengäste

Zu den Ehrengästen zählten Edewechts stellvertretender Bürgermeister Dr. Hans Fittje, Karin Quade-Matthes, Leiterin des lutherischen Kindergartens Portsloge, Pastorin Kerstin Hochhartz als Ressortleiterin der religionspädagogischen Medienstelle Oldenburg, sowie Dr. Urs Muther als Vertreter des Oberkirchenrats Oldenburg. Auch Sponsoren und Vertreter der örtlichen Schulen und Buchhandlungen waren gekommen, um den drei Bibliothekskräften Christine Wilke, Ingrid Habl und Angelika Neumann ihren Respekt für deren Arbeit zu zollen. Hans Fittje verdeutlichte, dass sich diese Bücherei von anderen wegen der Zusammenarbeit zwischen Kirche und Kommune hervorhebe. „Diese einmalige Betreuung von Kindergärten und Grundschulen zeichnet die Arbeit des Bücherkellers aus“, so Fittje.

Bis 1972 befand sich die 1968 von Helene Voigts gegründete Bücherei im heutigen Kaminzimmer des „Hauses der offenen Tür“. Dann erfolgte der Umzug in den Keller, da der Platz im Erdgeschoss nicht mehr ausreichte. So entstand auch der Name.

Geld von der Gemeinde

Nach Beginn der Ausleihe von Büchern nicht nur in den evangelischen Kindergärten und in den Grundschulen entschied sich die politische Gemeinde dafür, den Bücherkeller zu unterstützen. Bis 1979 arbeitete Helene Voigts ehrenamtlich, danach wurde sie mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde von der Kirche angestellt. 1976 sorgte Voigts dafür, dass ein Arbeitskreis (AK) „Bücherkeller“ entstand, der heute noch die Arbeit unterstützt und Veranstaltungen plant und anbietet.

Voigts’ Nachfolgerinnen haben im Laufe der Zeit den Schwerpunkt der Bücherei auf Kinder und Jugendliche gelegt. Regelmäßig werden Ausleihen in Kindergärten und Grundschulen der Gemeinde Edewecht angeboten. Dabei gibt es Materialien bereits für Kinder ab einem Jahr. „Wir möchten schon die Kleinen für Literatur begeistern“, so Angelika Neumann. „Viele Eltern finden unser Angebot toll“, sagt Christine Wilke.

30 000 Ausleihen

2017 wurden im Bücherkeller 30 000 Ausleihen registriert, wobei sich das Angebot an alle Altersgruppen richtet. Literatur – von Belletristik bis zu Sachbüchern, aber auch viele Spiele und Hörbücher gehören dazu. „Wir sind stolz darauf, dass wir trotz der großen Medienkonkurrenz wie Fernsehen und Internet das Interesse an Büchern gehalten haben“, so Ingrid Habl, seit 1985 ehrenamtlich dabei und seit 1994 angestellt. Christine Wilke kam 2000 dazu, Angelika Neumann 2012. Alle sind stolz darauf, dass sich die Einrichtung 50 Jahre gehalten habe. Ihr Wunsch: „Wir hoffen, zukünftig mit unserem Angebot noch mehr Erwachsene ansprechen zu können.“

Das könnte Sie auch interessieren