Bildung
Neue Rechner für den Unterricht

Mit Mitteln der Schule und Geld der Gemeinde wird vieles bewegt. Eine rein digitale Schule wie nach holländischem Vorbild will man am Breeweg aber nicht schaffen.

Bild: Privat
20 PCs und Monitore für die Oberschule: Schüler freuten sich über die Spende der EWE, die Dörte Hadeler von der EWE-Geschäftsregion Oldenburg/Varel (2.v.r.) überreichte.Bild: Privat
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Edewecht Ohne sie geht kaum noch etwas: moderne Kommunikationstechnik. Lernen mit Handy, Tablet und PC hat auch in den Schulen einen immer höheren Stellenwert. Eine wahre Digitalisierungsoffensive hat die Oberschule Edewecht gestartet. „Wir investieren nicht nur verstärkt in die Infrastruktur, sondern die Digitalisierung wird künftig noch stärker als bisher unseren Schulalltag prägen“, sagt der Leiter der Oberschule, Peter Röben.

So hat die Schulleitung im vergangenen Jahr die Möglichkeit genutzt, mit Mitteln der Schule einen Glasfaseranschluss legen zu lassen, weil die Grundstücke im benachbarten neuen Baugebiet am Breeweg mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet wurden. Dieser Schulanschluss, der derzeit über eine Internetgeschwindigkeit von 100 Megabit verfügt, könne bei Bedarf bis zu einem Gigabit ausgebaut werden. „Das eröffnet uns viele Möglichkeiten, denn durch den Glasfaseranschluss kann man nun – bis auf die Turnhalle – in allen Gebäuden mit modernen Kommunikationsmitteln arbeiten“, so Röben. „Wir verfügen seitdem auch über ein flächendeckendes Wlan-Netz in der Schule und können den Unterricht jetzt moderner und flexibler gestalten.“ Rund 12 000 Euro wurden für Anschluss und Netz investiert.

Groß war die Freude, als die Oberschule jetzt einen Klassensatz von Computern erhielt. Der Oldenburger Energiedienstleister EWE spendete der Schule 20 Computer und Monitore im Wert von 3000 Euro. Die Geräte würden nicht mehr benötigt, befänden sich aber technisch in einem guten Zustand und könnten in Schulen beim zeitgemäßen Lernen eingesetzt werden, so Dörte Hadeler von der EWE-Geschäftsregion Oldenburg/Varel.

„Wir werden diese Computer in den Klassenräumen nutzen, die klassische Computerecke wird es bei uns nicht mehr geben“, so Henning Pickert, Didaktischer Leiter der Schule. Die gespendeten Computer sollen als Basisstationen für Präsentationen genutzt werden, bei denen man aufs Internet angewiesen ist. Mit Hilfe der PCs können Schüler, die mit ihrem Tablet oder einem Handy arbeiten und zu einem Thema recherchiert haben, ihre Arbeitsergebnisse allen Mitschülern zugänglich auf Wlan-fähigen Beamern präsentieren. Diese modernen Beamer hatte die Schule anschaffen können, weil die Gemeinde Edewecht ihr 2017 dafür 20 000 Euro zur Verfügung stellte. Mit Hilfe von Sponsoren sollen noch mehr Klassensätze an Tablets (Kosten: jeweils 8000 Euro) angeschafft werden, so Röben, weil nicht alle Schüler über ein Handy oder ein Tablet verfügten.

Wie wichtig das Thema Digitalisierung an der Oberschule ist, kann man daran ermessen, dass die Schule eine eigene Koordinatorenstelle für Medienbildung geschaffen hat, die mit Armin Schuldei besetzt wurde. Konzepte für Medienbildung und Digitalisierung (auch die Nutzung von Handys und Tablets der Schüler im Unterricht) werden erarbeitet. So sollen z.B. das eigene Intranet (d.h. die moderne Kommunikation innerhalb der Schule) verbessert werden.

Digitale Kurs- und Klassenbücher sollen nach Angaben von Röben eingeführt werden. Dadurch sollen Lehrkräfte bei Vertretungen durch Krankheitsfälle beispielsweise über digitale Technik sofort erkennen können, was in der jeweiligen Klasse in welchem Fach gerade behandelt werde. Außerdem erführen Lehrkräfte sofort, wann welcher Schüler nicht da sei. Somit werde man frühzeitig auf Schulschwänzer aufmerksam.

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